Die WohnungswirtschaftBayern

Bayerische Wohnungswirtschaft investiert verstärkt in Neubau: 3.900 Wohnungen fertiggestellt

München (14.05.2018) – Zum vierten Mal in Folge vermeldet der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) steigende Neubauzahlen. Im Jahr 2017 investierten die 464 Verbandsmitglieder 1,8 Mrd. Euro und stellten 3.918 Wohnungen fertig. Die positive Entwicklung wird sich auch 2018 fortsetzen: „Die bayerische Wohnungswirtschaft hat das größte Neubauprogramm seit Jahrzehnten aufgelegt. Für das laufende Jahr rechnen wir mit Investitionen von rund 2,2 Mrd. Euro“, sagt Verbandsdirektor Hans Maier bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Bezahlbarer Wohnraum sei aktuell eines der wichtigsten Themen im Freistaat. Deshalb fordert der Verband Planungssicherheit und ein gutes Investitionsklima.

Die Investitionen der bayerischen Wohnungsunternehmen sind 2017 auf ein Rekordhoch gestiegen: 1,8 Mrd. Euro (+7,6%) investierte die Wohnungswirtschaft in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung. Der größte Zuwachs wurde beim Neubau verzeichnet. Hier wurden 1,1 Mrd. Euro (+15%) investiert. Im Jahr 2017 wurden 3.918 Wohnungen (+34%), darunter 2.860 öffentlich geförderte, fertig gestellt. Die Durchschnittsmiete bei den 525.000 Wohnungen der Verbandsmitglieder beträgt 5,96 Euro pro Quadratmeter. Darunter befinden sich 103.743 öffentlich geförderte Wohnungen (+0,6%). Erstmals seit vielen Jahren verzeichnen die Verbandsunternehmen mehr Zu- als Abgänge bei den Sozialwohnungen.

Fördermittel und Bauland für mehr Planungssicherheit
„Bezahlbares Wohnen ist in Bayern zu einem der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen geworden“, so der Verbandschef. In vielen Regionen könnten sich die Menschen mit ihrem Einkommen keine Wohnung mehr leisten. „Die Wohnungswirtschaft wird ihrer Verantwortung gerecht – heute und in Zukunft“, betont Maier. Dafür bräuchte die Branche passende Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Das betreffe vor allem die Wohnraumförderung. „Gerade beim geförderten Mietwohnungsbau brauchen wir eine langfristige Ausstattung mit Fördermitteln, ohne von den Zuschüssen des Bundes abhängig zu sein“, so Maier mit Blick auf die Landespolitik.

Die größte Herausforderung für die bauwilligen Wohnungsunternehmen sei derzeit der Zugang zu Bauland. „Im Preiswettbewerb um Grundstücke hat die sozial orientierte Wohnungswirtschaft keine Chance“, sagt Maier. Deshalb müssten die Maßnahmen zur Aktivierung von Bauland für den bezahlbaren Wohnungsbau intensiviert und die notwendigen Voraussetzungen im Bauplanungsrecht geschaffen werden.

Sicherheit und Kontinuität ist laut dem Verbandsdirektor nicht nur für die eigenen Mitglieder unabdingbar. Auch die Baubranche brauche die klare Botschaft, dass langfristig auf sie gesetzt wird. Ansonsten würden die Firmen die dringend benötigten Kapazitäten nicht ausweiten. „Die Wohnungsunternehmen spüren die vollständige Auslastung der Bauwirtschaft bereits sehr deutlich“, erläutert der Verbandsvorstand. Bei einzelnen Gewerken sei es schon heute schwierig, Handwerker zu finden. Dieser Engpass dürfe sich nicht noch weiter zur Baubremse entwickeln.

Vorfahrt für den Wohnungsbau
Von der Politik erwartet der VdW Bayern mehr Unterstützung für die Bauherren, besonders wenn es um die Akzeptanz der Bevölkerung für den Wohnungsbau in der eigenen Nachbarschaft geht. „Das Wohnen muss zur Chefsache in den Städten und Gemeinden werden“, wünscht sich Maier. „Wir brauchen wieder ein Miteinander von Wohnungswirtschaft und Baubehörden, um die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.“ Dann würde der Wohnungsbau nicht mehr durchschnittlich vier Jahre dauern.

Ländliche Räume stärken
„Die Aufmerksamkeit darf sich nicht nur auf Ballungszentren mit ihrem Wachstumsdruck richten“, warnt Maier. Auch in den ländlichen Räumen sei Wohnungsneubau notwendig. Dies würde den Siedlungsdruck in den Universitätsstädten entlasten. Neben einer guten Infrastruktur sei für die Attraktivitätssteigerung ein Fördersystem, das sich an den erzielbaren Mieten orientiert, ein wichtiger Faktor.

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