Geförderter Wohnraum – 60 Prozent der bayerischen Haushalte haben Anspruch auf eine bezahlbare Wohnung

Die Wartelisten für geförderte Wohnungen in Bayerns Städten sind lang. In München sind rund 30.000 Haushalte gemeldet, in Nürnberg 8.500 und in Augsburg 2.100. Bezahlbare Wohnungen sind gefragt. Neu ist, dass nicht nur in Großstädten wie München und Nürnberg Wohnungen fehlen, sondern auch in Klein- und Mittelstädten.

Bevölkerungsgruppen wie kinderreiche Familien, Alleinerziehende oder Senioren sind von den angespannten Wohnungsmärkten in vielen bayerischen Städten besonders betroffen. Hinzu kommen die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung und den Zuzug nach Bayern.

Erhöhung der Einkommensgrenzen

Der Freistaat Bayern hat 2018 eine wichtige Forderung des VdW Bayern erfüllt und die Einkommensgrenzen für geförderte Wohnungen erhöht. Dadurch sollten wieder mehr Haushalte in Bayern die Chance auf eine bezahlbare Mietwohnung oder ein Eigenheim haben. Für eine Familie mit einem Kind steigt beispielsweise die gesetzliche Einkommenshöchstgrenze von bisher 36.500 Euro auf 45.500 Euro. Letzteres entspricht einem höchstmöglichen Jahresbruttoeinkommen von rund 67.270 Euro.

Schon bei der Einführung des Bayerisches Wohnraumförderungsgesetz (BayWoFG) zum 01.05.2007 war das Ziel des Gesetzgebers, dass mit den höchstmöglichen Einkommensgrenzen nach Art. 11 rund 60 Prozent der bayerischen Haushalte Zugang zur Wohnraumförderung haben.

“Der Wohnungsbau hat einen langen Planungshorizont. Deshalb sind stabile und dauerhafte Rahmenbedingungen für die Unternehmen enorm wichtig. Wir brauchen in Bayern eine gesetzliche Regelung, die eine gesicherte Mittelausstattung bei der Wohnraumförderung gewährleistet. Sie darf nicht von Bundesmitteln abhängig sein.”

Hans Maier
Verbandsdirektor VdW Bayern

25.000 Sozialwohnungen in 10 Jahren

Die Verbandsmitglieder verfügen über einen Bestand von 107.572 geförderten Wohnungen. Im Jahr 2019 kamen 3.210 neu dazu. In den letzten zehn Jahren haben die Verbandsmitglieder rund 25.000 neue Sozialwohnungen geschaffen und so einen wichtigen Beitrag für die Wohnraumversorgung in Bayern geleistet. Auch viele bayerische Kommunen und Landkreise haben auf die Situation an den Wohnungsmärkten reagiert und kommunale Wohnungsunternehmen gegründet, um schnell Abhilfe zu schaffen.

Aktuelle Projekte der Verbandsmitglieder

Verbandstag: Bayern braucht mehr bezahlbare Wohnungen

Reit im Winkl (13.10.2020) – Beim digitalen Verbandstag des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen am 13.10.2020 stand vor allem das Thema Wohnungsbau auf der Agenda. Wohnungsmangel lässt sich nur durch Neubau beheben, diese Position bekräftigten die Vertreter [...]

Rekordinvestitionen und Durchschnittsmiete von 6,29 Euro

Die 483 Mitglieder des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen haben 2019 ihre Neubauinvestitionen deutlich erhöht und 4.429 Wohnungen gebaut. Damit liegt ihr Wohnungsbestand im Freistaat bei rund 541.000 Wohnungen. Die Durchschnittsmiete beträgt laut Angaben des Verbandes 6,29 [...]

Weitere Informationen zum geförderten Wohnungsbau