Die WohnungswirtschaftBayern

Kürzung der Landesmittel für den Wohnungsbau ist das falsche Signal

München (14.12.2016) – Für den Verband bayerischer Wohnungsunternehmen ist die am 14.12.2016 vom bayerischen Landtag beschlossene Halbierung der Landesmittel für die Wohnraumförderung ein fatales Signal. „Unsere Mitgliedsunternehmen investieren so stark wie schon lange nicht mehr, um den Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu lindern“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner. Von den jährlich notwendigen 70.000 neuen Wohnungen sei Bayern aber noch weit entfernt. Die Wohnungswirtschaft fordert seit längerem eine deutliche Erhöhung der Bundes- und Landesmittel für den Wohnungsbau.

„Bayern hätte ein starkes Zeichen für eine Wohnungsbauoffensive setzen können“, so Kroner. Denn nach langem Ringen hatte der Bund die Mittel für die Wohnraumförderung deutlich erhöht. Aber die bayerische Staatsregierung nutzt diesen Schritt nun, um die eigenen Landesmittel von 158 Mio. Euro (2016) auf 87 Mio. Euro (2017) kräftig zu senken. „Unter dem Strich bleiben die im Wohnungspakt Bayern angekündigten Fördermittel für 2017 und 2018 zwar bestehen, aber der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen ist riesig“, erläutert der Verbandsdirektor. Das Ziel des vom bayerischen Innenministerium ausgerufenen Wohnungspakts Bayern von 70.000 neuen Wohnungen im Jahr rücke in weite Ferne. Erst im November hatte das Innenministerium darauf hingewiesen, dass trotz eines Rekordkurses bei den Baugenehmigungen noch viel mehr neue Wohnungen nötig sind.

Im VdW Bayern sind 458 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 334 Wohnungsgenossenschaften und 89 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 520.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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