Die WohnungswirtschaftBayern

Positive Jahresbilanz: Wohnungsbau nimmt Fahrt auf

Mittel für geförderten Wohnungsbau verstetigen

München (28.12.2017) – Die bayerische Wohnungswirtschaft verzeichnet steigende Zahlen beim Wohnungsbau. Seit 2013 wurden von den 458 Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern jedes Jahr mehr Wohnungen gebaut. Bereits 2016 gab es mit knapp 1,0 Mrd. Euro Rekordinvestitionen in den Neubau. „Und 2017 hatten wir noch einmal eine deutliche Steigerung“, sagt Verbandsdirektor Hans Maier. Dabei seien die Bedingungen für den Wohnungsbau weiterhin nicht optimal: Mangelndes Bauland, hohe Baukosten und langwierige Planungsverfahren nennt der Verbandsdirektor als die größten Bremsen. Zudem laufen die Bundesmittel für den geförderten Wohnungsbau 2019 aus. „Hier ist eine Anschlussregelung dringend erforderlich“, so Maier.

Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Ballungszentren hat bei den Kommunen ambitionierte Bauprogramme ausgelöst. Städte wie Augsburg, Ingolstadt, München oder Nürnberg haben die größten Neubauprogramme seit Jahrzehnten aufgelegt. Hinzu kommen immer mehr Bürger, die das Ruder selbst in die Hand nehmen wollen. Die Zahl der Genossenschaftsgründungen in Bayern steigt seit Jahren. In den letzten beiden Jahren gab es beim VdW Bayern zehn Neugründungen.  „Die Kehrseite der Medaille ist das knappe Angebot an Bauland und zunehmend auch der Fachkräftemangel“, erläutert Maier. Eine neue Entwicklung sei zudem der wachsende Anwohnerprotest gegen Neubauvorhaben, besonders bei Nachverdichtungen.

Um den Neubaumotor nicht gleich wieder abzuwürgen fordert der VdW Bayern eine Willkommenskultur für den Wohnungsbau. „Das Bauen muss in den Kommunen zur Chefsache werden“, so der Verbandsdirektor. Dazu zählt er die Aktivierung von bezahlbarem Bauland, das Beschleunigen der Genehmigungsverfahren und langfristig ausreichende Mittel für den geförderten Wohnungsbau.

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