Baugenehmigungen für Wohnungen im November 2025: +12,5 % zum Vorjahresmonat

Im November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 20 100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 12,5 % oder 2 200 Baugenehmigungen mehr als im November 2024. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 12,4 % oder 1 800 auf 16 300. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,6 % oder 400 auf 3 800.

Januar bis November 2025: Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern hält an

Im Zeitraum von Januar bis November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 215 500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 11,3 % oder 21 900 Wohnungen mehr als von Januar bis November 2024.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 175 200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,9 % oder 21 400 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,0 % (+5 900) auf 40 700. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 1,6 % (-200) auf 11 500 ab. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 114 800 Neubauwohnungen. Das war einen Anstieg um 13,5 % (+13 700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 % (+2 000) auf 8 200 Wohnungen.

In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 3 500 Wohnungen (-15,7 %; -700) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 36 800 Wohnungen genehmigt, das waren 3,1 % oder 1 100 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

Baugenehmigungen ziehen an – aber bezahlbarer Wohnungsbau bleibt unter Druck

„Der Wohnungsbau kommt nach drei rückläufigen Jahren langsam wieder in Bewegung, das ist ein gutes Zeichen“, erklärt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Gerade der erneute Zuwachs bei Mehrfamilienhäusern zeigt, dass Investitionen wieder vorsichtig anlaufen.“

Gleichzeitig warnt der GdW davor, die aktuellen Zahlen zu überschätzen. Der Vergleich mit früheren Jahren verdeutlicht, wie groß der Rückstand weiterhin ist: Noch 2021 lagen die Genehmigungen in den ersten elf Monaten bei deutlich über 300.000 Wohnungen. Zudem schlägt sich der leichte Aufwärtstrend bislang kaum in der Realität der Unternehmen nieder. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und langwierige Verfahren belasten weiterhin die Neubautätigkeit, insbesondere im Segment des bezahlbaren Wohnens.

„Genehmigungen allein lösen die Wohnungsfrage nicht“, so Gedaschko. „Entscheidend ist, dass aus ihnen auch tatsächlich gebaut wird. Und zwar zu Mieten, die sich breite Teile der Bevölkerung leisten können.“

Baupreise für Wohngebäude im November 2025: +3,2 % gegenüber November 2024

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im November 2025 um 3,2 % gegenüber November 2024 gestiegen. Im August 2025, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich 3,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhten sich die Baupreise im November 2025 gegenüber August 2025 um 0,5 %. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer.

Rohbauarbeiten 2,5 % teurer, darunter Betonarbeiten +1,5 % und Mauerarbeiten +1,3 %

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von November 2024 bis November 2025 um 2,5 %. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Während die Preise für Betonarbeiten im Vorjahresvergleich um 1,5 % zunahmen, erhöhten sich die Preise für Mauerarbeiten um 1,3 %. Dachdeckungsarbeiten waren im November 2025 um 4,5 % teurer als im November 2024, die Preise für Erdarbeiten stiegen im gleichen Zeitraum um 3,1 % und die Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten um 5,4 %.

Ausbauarbeiten: Deutlicher Preisanstieg bei Heiz- und Wassererwärmungsanlagen

Die Preise für Ausbauarbeiten lagen im November 2025 um 3,8 % über denen des Vorjahresmonats. Hierbei erhöhten sich die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (darunter zum Beispiel Wärmepumpen) um 4,4 %. Diese haben unter den Ausbauarbeiten neben Metallbauarbeiten den größten Anteil am Baupreisindex für Wohngebäude. Für Metallbauarbeiten stiegen die Preise um 2,2 %. Bei Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen – darunter fallen zum Beispiel Elektro-Warmwasserbereiter und Kommunikationsanlagen – nahmen sie um 5,4 % zu, bei Wärmedämm-Verbundsystemen um 3,5 %.

Instandhaltungsarbeiten um 4,1 % teurer als im Vorjahresmonat

Neben den Baupreisen werden auch die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) erhoben. Diese lagen im November 2025 um 4,1 % über denen des Vorjahresmonats.

Mikrozensus 2026 startet: 130.000 Bürgerinnen und Bürger werden befragt

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Erhebung geben in Bayern jedes Jahr rund 130.000 Personen in etwa 65.000 Haushalten stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Auskunft zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen. Damit tragen die befragten Personen dazu bei, die wirtschaftliche und soziale Lage der Haushalte zu verstehen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Nur durch verlässliche, qualitativ hochwertige Daten können politische Entscheidungen zum Beispiel zur Bekämpfung von Armut, zur Förderung von Kinderbetreuung oder zur Unterstützung von Rentnerinnen und Rentnern faktenbasiert und zielgerichtet getroffen werden.

Wer muss teilnehmen und wie läuft die Mikrozensuserhebung ab?

Die Auswahl der zu befragenden Haushalte erfolgt nach einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren, das zunächst Gebäude- bzw. Gebäudeteile für die Teilnahme am Mikrozensus auswählt. Befragt werden die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gebäude. Ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte konkretisieren dazu die Stichprobe über die Klingelschilder. Dabei können sie sich als Erhebungsbeauftragte des Bayerischen Landesamts für Statistik ausweisen.

Anschließend werden die ausgewählten Haushalte vom Landesamt für Statistik schriftlich zur Teilnahme am Mikrozensus aufgefordert. Mit dem Schreiben werden die Haushalte ausführlich über die Erhebung informiert. Die Fragen des Mikrozensus können entweder im Rahmen eines Telefoninterviews oder einer Online-Befragung beantwortet werden. Für die Telefoninterviews sind bayernweit etwa 130 Erhebungsbeauftragte im Einsatz, die sorgfältig ausgewählt und für die Durchführung der Interviews umfassend geschult wurden. Die Befragungen finden ganzjährig von Januar bis Dezember statt.

Es besteht Auskunftspflicht

Fundierte Entscheidungen kann die Politik nur auf Basis verlässlicher und repräsentativer Ergebnisse treffen. Um dies zu gewährleisten, besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich für statistische Zwecke verwendet. Dabei werden die Ergebnisse in aggregierter Form veröffentlicht, so dass kein Rückschluss auf einzelne Personen möglich ist.

Inflation in Bayern liegt im Jahr 2025 durchschnittlich bei 2,1 Prozent

Anstieg der Verbraucherpreise seit dem Basisjahr 2020 um 22,4 Prozent

Im Jahresdurchschnitt 2025 steigt der Verbraucherpreisindex auf 122,4 und liegt damit durchschnittlich 2,1 Prozent über den Preisen des Jahres 2024. Dies beschreibt einen eher moderaten Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zu den von der Coronapandemie betroffenen Jahre 2021 bis 2023. Im Vergleich zum Basisjahr 2020 sind die Verbraucherpreise im Jahr 2025 um 22,4 Prozent gestiegen. Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in 2025 im Jahresmittel auf 2,7 Prozent. Die Kerninflationsrate liegt damit auch im 2025 über der allgemeinen Preisentwicklung.

Preise für Schokolade und Kaffee im Jahresdurchschnitt deutlich gestiegen

Im Jahresdurchschnitt steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher die Preise für Nahrungsmittel um 2,6 Prozent. Insbesondere die Preise für Schokoladentafeln (+29,8 Prozent), Pralinen (+19,7 Prozent) und Bohnenkaffee (+16,9 Prozent) steigen im Jahr 2025 deutlich. Zucker (-21,1 Prozent) und Olivenöl (-26,0 Prozent) werden hingegen deutlich günstiger. Seit dem Basisjahr 2020 sind die Preise für Lebensmittel um 35,8 Prozent gestiegen.

Haushaltsenergie und Kraftstoffe werden günstiger

Die Preise für Energie liegen im Jahr 2025 durchschnittlich 2,9 Prozent unter den Preisen von 2024. Die durchschnittlichen Preise im Jahr 2025 liegen für Strom (-2,7 Prozent), Erdgas (-1,9 Prozent) und Heizöl (-5,4 Prozent) unter den Durchschnittspreisen des Vorjahres. Lediglich die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe steigen im Jahresvergleich um 3,0 Prozent. Die Durchschnittspreise für Kraftstoffe liegen 2025 um 2,5 Prozent unter den Preisen von 2024. Im Vergleich zum Jahr 2020 sind die Preise für Energie mit 41,1 Prozent deutlich gestiegen.

Moderate Preisentwicklung der Wohnungsmieten

Gegenüber dem Jahr 2024 erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,0 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit geringfügig unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung. Mit einer Steigerung von 12,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 liegt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten ebenfalls unter der allgemeinen Preisentwicklung.

Inflation in Bayern liegt im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent

Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 bleibt der Verbraucherpreisindex unverändert.

Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,2 Prozent und liegt damit weiterhin über der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat November 2025 steigt die Kerninflation um 0,2 Prozent.

Nahrungsmittel:

Hohe Preissteigerungen bei Fleisch und Fleischwaren; Butter, Olivenöl, Quark sowie Speisefette und Speiseöle werden deutlich günstiger

Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Dezember 2025 die Preise für Nahrungsmittel um 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 sinken die Preise hingegen um 0,2 Prozent. Fleisch und Fleischwaren (+4,5 Prozent) sowie Obst (+2,5 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer; der Preis für Gemüse hingegen sinkt um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise für Speisefette und Speiseöle (-21,7 Prozent), Quark (-22,8 Prozent), Olivenöl (-24,2 Prozent) und Butter (-33,9 Prozent) sinken dagegen spürbar gegenüber dem Vorjahr. Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahresmonat zum Teil stark gestiegen waren.

Heizöl, Strom und Erdgas im Vorjahresvergleich billiger

Die Preise für Energie liegen im Dezember 2025 um 2,0 Prozent unter dem Vorjahres-wert. Strom (-3,3 Prozent) und Erdgas (-5,1 Prozent) können im Vorjahresvergleich deutlich günstiger bezogen werden. Der Preis für Heizöl (-3,1 Prozent) sinkt ebenfalls im Vergleich zum Dezember 2024. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden dagegen deutlich teurer (+20,5 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe liegt im Dezember 2025 auf dem Niveau des Vorjahreswertes.

Tanken wird im Vergleich zum Vormonat November 2025 um 2,1 Prozent günstiger. Die Preise für Heizöl sinken um 7,7 Prozent. Moderate Preissenkungen im Vergleich zum Vormonat ergeben sich bei Erdgas (-0,8 Prozent) und Strom (-0,2 Prozent). Die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe steigen im Vergleich zum November 2025 um 2,2 Prozent.

Wohnungsmieten – Preissteigerungen über der Entwicklung des Gesamtindex

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Dezember 2025 um 2,1 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit über dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.

Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden im Freistaat steigen im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent

Wie die Fachabteilung für Bauleistungspreise im Bayerischen Landesamt für Statistik mitteilt, steigt der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden im November 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Gegenüber der Erhebung im August 2025 legen die Baupreise um 0,6 Prozent zu. Für Rohbauarbeiten ermitteln die Statistikerinnen und Statistiker 1,8 Prozent höhere Preise als noch im Vorjahresmonat. Bei den Ausbauarbeiten verzeichnen sie einen Preisanstieg von 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Seit November 2021, dem aktuellen Basisjahr der Statistik der Bauleistungspreise, sind die Preise für Rohbauarbeiten um 20,0 Prozent und die Preise für Ausbauarbeiten sogar um 32,7 Prozent gestiegen.

Preisentwicklung beim Wohnbau

Im Jahresvergleich sind im November 2025 die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern um durchschnittlich 2,6 Prozent gestiegen. Im August 2025 hatte die Preissteigerungsrate binnen Jahresfrist 2,3 Prozent betragen.

Im Bereich der Rohbauarbeiten erhöhen sich die Preise im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 1,8 Prozent. Den stärksten Anstieg beobachten die Expertinnen und Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik bei Dachdeckungsarbeiten (+4,1 Prozent), bei den Stahlbauarbeiten ist mit 0,5 Prozent die geringste Preissteigerung zu verzeichnen. Preisrückgänge gibt es bei den Rohbauarbeiten in keiner Bauleistungsart. Innerhalb der letzten vier Jahre sind die Preise für Rohbauarbeiten um ein Fünftel (+20,0 Prozent) gestiegen.

Bei den Ausbauarbeiten liegen die Preise im November 2025 um 3,2 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten. Die höchste Preissteigerung (+6,2 Prozent) gibt es bei den Verglasungsarbeiten. Aber auch Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+5,9 Prozent) und Rollladenarbeiten (+5,6 Prozent) sind deutlich teurer geworden.

Ein Preisrückgang ist erneut bei den Naturwerksteinarbeiten (-2,3 Prozent) sowie bei den Betonwerksteinarbeiten (-1,2 Prozent) und Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Förderanlagen (-0,6 Prozent) zu beobachten. Seit November 2021 sind die Preise für Ausbauarbeiten um 32,7 Prozent gestiegen.

Inflationsrate im November 2025 bei +2,3 %

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im November 2025 bei +2,3 %. Im Oktober 2025 hatte sie ebenfalls +2,3 % und im September 2025 +2,4 % betragen. “Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich zum Jahresende vorerst stabilisiert”, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). “Der Preisauftrieb bei Dienstleistungen wirkt weiterhin erhöhend auf die Inflationsrate. Dämpfend wirken dagegen auch im November die Preisentwicklungen bei Energie und Nahrungsmitteln.” Gegenüber dem Vormonat Oktober 2025 sanken die Verbraucherpreise im November 2025 um 0,2 %.

2,8 % mehr Haushaltsabfälle im Jahr 2024

Im Jahr 2024 ist das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Vergleich zu 2023 um rund 1,0 Million Tonnen oder 2,8 % auf 37,7 Millionen Tonnen gestiegen. Damit ist das Haushaltsabfallaufkommen erstmals wieder gewachsen, seit es nach dem Höchststand in der Corona-Pandemie im Jahr 2021 (40,3 Millionen Tonnen) zwei Jahre nacheinander gesunken war. Pro Kopf wurden im Jahr 2024 rund 452 Kilogramm Haushaltsabfälle eingesammelt, das waren 11 Kilogramm mehr als im Vorjahr (441 Kilogramm).

Hausmüll größter Posten der eingesammelten Haushaltsabfälle

Über ein Drittel der im Jahr 2024 eingesammelten Haushaltsabfälle waren Hausmüll (35 % beziehungsweise 13,1 Millionen Tonnen). Zum Hausmüll zählt alles, was nicht in die Wertstoffsammlung, die Gelbe Tonne oder die Biotonne geworfen werden soll oder speziell entsorgt werden muss. Die getrennt gesammelten Wertstoffe machten 30 % des Gesamtaufkommens (11,2 Millionen Tonnen) aus, gefolgt von den Bioabfällen mit 28 % (10,7 Millionen Tonnen), zu denen die organischen Abfälle aus der Biotonne sowie Garten- und Parkabfälle gehören. Die geringsten Anteile entfielen auf Sperrmüll (7 % beziehungsweise 2,5 Millionen Tonnen) und sonstige Abfälle (0,6 % beziehungsweise 0,2 Millionen Tonnen), zu denen beispielsweise Batterien und Farben zählen.

Starke prozentuale Anstiege bei Bioabfällen und Sperrmüll

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Aufkommen im Jahr 2024 in allen Haushaltsabfallarten an. Das Bioabfallkommen verzeichnete mit +5,9 % den stärksten prozentualen Anstieg unter den mengenmäßig bedeutsamen Haushaltsabfallarten. Die Menge des 2024 eingesammelten Sperrmülls stieg im Vorjahresvergleich um 4,8 %, während sich das Hausmüllaufkommen um 2,2 % erhöhte. Bei den Wertstoffen stagnierte das Aufkommen im Vergleich zum Vorjahr.

Anstiege auch im Pro-Kopf-Aufkommen – konstantes Niveau bei Wertstoffen

Das Aufkommen pro Kopf ist in 2024 ebenfalls in nahezu allen Haushaltsabfallarten gestiegen. Das Pro-Kopf-Aufkommen an Haus- und Sperrmüll wuchs gegenüber dem Vorjahr um 4 Kilogramm auf 187 Kilogramm. Bei den Bioabfällen war das Aufkommen im Jahr 2024 mit 128 Kilogramm pro Kopf um 7 Kilogramm höher als 2023. Die pro Kopf getrennt eingesammelte Menge an Wertstoffen blieb dagegen mit rund 134 Kilogramm unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Lebenshaltungskosten 2023: Haushalte mit geringem Einkommen geben über 60 % für Lebensmittel und Wohnen aus

Je geringer das Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland, desto höher ist der Anteil ihrer Ausgaben für Lebensmittel und Wohnen an den gesamten Konsumausgaben, oft auch als Lebenshaltungskosten bezeichnet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) weiter mitteilt, verwendeten Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1 300 Euro im Jahr 2023 im Durchschnitt 64 % (780 Euro) ihrer Konsumausgaben für Lebensmittel und Wohnen. Insgesamt gaben diese Haushalte durchschnittlich 1 210 Euro im Monat für den privaten Konsum aus.

Im Schnitt über alle Haushalte lag der für Lebensmittel und Wohnen aufgewendete Anteil bei etwas mehr als der Hälfte (52 %) der privaten Konsumausgaben. Zu den privaten Konsumausgaben zählen Ausgaben für Lebensmittel, Bekleidung, Wohnen, Verkehr, Kommunikation, Freizeit, Gaststätten und Unterkünfte, Innenausstattung, Gesundheit, Bildung, Finanzdienstleistungen sowie andere Waren und Dienstleistungen. Im Jahr 2023 lagen die Konsumausgaben eines Durchschnittshaushalts bei 3 030 Euro im Monat. Bei der vorherigen EVS im Jahr 2018 hatten sie 2 700 Euro betragen.

Haushalte mit hohem Einkommen geben nur knapp die Hälfte ihrer Konsumausgaben für Lebensmittel und Wohnen aus

Während Haushalte mit einem monatlichen Einkommen von unter 1 300 Euro im Jahr 2023 nahezu zwei Drittel (64 %) ihrer Konsumausgaben für Lebensmittel und Wohnen aufwendeten, waren es bei Haushalten mit einem Einkommen ab 5 000 Euro weniger als die Hälfte (47 %). Diese Haushalte gaben damit im Jahr 2023 monatlich durchschnittlich rund 2 250 Euro für Lebensmittel und Wohnen aus. Ihre gesamten monatlichen Konsumausgaben beliefen sich auf durchschnittlich 4 760 Euro.

Ausgaben-Anteil für Information und Kommunikation sinkt mit steigendem Einkommen

Auch bei den Ausgaben für Information und Kommunikation gilt: Je geringer das Haushaltseinkommen, desto höher ist deren Anteil an den gesamten Konsumausgaben. So machten die Ausgaben für Information und Kommunikation, unter die beispielsweise Internet- und Mobilfunkverträge, Streaming-Abos aber auch der Kauf von Handys, Tablets und Computern fallen, bei Haushalten mit einem Monatseinkommen von unter 1 300 Euro 7 % ihrer Konsumausgaben aus. Bei Haushalten mit einem Einkommen von über 5 000 Euro lag der Anteil bei 4 %. Für alle anderen Konsumausgaben wie Verkehr, Freizeit oder Bekleidung gilt hingegen überwiegend: Je höher das Einkommen, desto höher ist der Anteil der Ausgaben an den gesamten Konsumausgaben.

Ausgaben für Verkehr nach Wohnen und Lebensmitteln drittgrößter Ausgabenposten

Im Durchschnitt machten im Jahr 2023 nach den Ausgaben für Wohnen (38 %) und Lebensmittel (14 %) die Ausgaben für Verkehr mit 12 % den dritthöchsten Anteil an den Konsumausgaben aus. Als nächstgrößere Posten folgten die Ausgaben für Freizeit, Sport und Kultur (9 %), für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen (7 %), für Information und Kommunikation (5 %) sowie Innenausstattung (5 %).

2,4 Arbeitstage mehr im neuen Jahr als 2025

Das neue Jahr wird hinsichtlich der Zahl der Arbeitstage weniger arbeitnehmerfreundlich als 2025. Bundesweit gibt es 2026 im Schnitt 250,5 Arbeitstage, und damit 2,4 Tage mehr als im laufenden Jahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Hauptgrund für den Anstieg ist, dass Feiertage wie der 3. Oktober und der 26. Dezember 2026 auf das Wochenende fallen. Weil die Zahl der Feiertage von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, ergeben sich im bundesweiten Durchschnitt für die Zahl der Arbeitstage Werte mit einer Nachkommastelle.

Die Zahl der Arbeitstage hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung. Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gilt die Faustregel: Ein Arbeitstag mehr führt im Schnitt dazu, dass das BIP um etwa 0,1 Prozentpunkte höher liegt. Der tatsächliche Effekt kann aber davon abweichen, unter anderem weil die wirtschaftliche Bedeutung eines zusätzlichen Arbeitstages je nach dessen Lage im Jahr unterschiedlich ist. Zwischen Heiligabend und Neujahr ruht die wirtschaftliche Tätigkeit in vielen Branchen ohnehin weitgehend. Ein zusätzlicher Arbeitstag hat dann weniger Einfluss auf das BIP, als wenn der 1. Mai oder der 3. Oktober auf ein Wochenende fallen.

Höchster Wert im Jahr 2004 mit 252,8 Arbeitstagen

Durchschnittlich 250,5 Arbeitstage sind der höchste Wert seit dem Jahr 2022 mit 251,4 Arbeitstagen. Im Zeitraum seit der Deutschen Vereinigung gab es die meisten Arbeitstage im Jahr 2004 mit durchschnittlich 252,8 Tagen, die wenigsten im Jahr 1991 mit 246,9 Tagen. 1995 wurde in allen Bundesländern außer Sachsen der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft – das führte insgesamt zu einem Anstieg der Arbeitstage.