Seminarhinweis “Zusatzkompetenz Bautechnik für Auszubildende Immobilienkaufmann/-Kauffrau” am 6. März

Im Berufsbild des Immobilienkaufmanns/-kauffrau kommen technische und bauliche Inhalte oft zu kurz. Um diese Wissenslücke zu schließen, bieten wir speziell für Auszubildende dieses Seminar an. Das Seminar verstärkt das verzahnte Wissen von technischen und kaufmännischen Inhalten.

Kaufmännische und technische Abteilungen in Wohnungsunternehmen arbeiten eng bei der Umsetzung von Neubauten und Modernisierungen zusammen. Nicht selten fehlt das gegenseitige Verständnis für die jeweilige Sicht auf das Projekt und die sehr unterschiedlichen Problemlagen. Das Kennenlernen bautechnischer Grundlagen und Begriffe ist ein Schritt zur Problemlösung.

Im Seminar werden wesentliche Elemente des Bauprozesses dargestellt:
Bauelemente vom Fundament bis zum Dach werden gezeigt. Dabei werden sowohl der Neubau als auch Besonderheiten im Bestand und bei Modernisierungen berücksichtigt. Ebenso werden Baufehler und typische Bauschäden am Beispiel besprochen. Die „TGA – Technische Gebäudeausstattung“ wird behandelt. Die Kosten einzelner Maßnahmen werden aufgezeigt und Empfehlungen zu einzelnen Bauteilen werden den Teilnehmern vermittelt.

Es wird großer Wert auf eine praxisnahe und mit Beispielen unterlegte Vermittlung der Inhalte gelegt. Die Teilnehmer sind ausdrücklich zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion eingeladen.

Inhalte:

Das Haus vom Fundament bis zur Dachpfanne

  • Gründung, Keller und Abdichtungsvarianten
  • Decken aus Beton und Holz, Estrich, Bodenbeläge
  • Wände und Wandaufbauten, Wärmeschutz und Dämmung
  • Schimmelentstehung und -vermeidung
  • Dachkonstruktionen und Dämmung
  • Fenster, Türen und Balkone
  • Haustür, Treppenhaus, Wohnungstür
  • Innenwände tragend und nicht tragend

Gebäudetechnik

  • Elektroinstallationen und Herausforderungen
  • Trink- und Abwasserinstallationen, Sanierungsvarianten
  • Heizungsanlagen früher und heute
  • Einsatz erneuerbarer Energien, Wärmepumpen, BHKW etc.
  • Kontrollierte Wohnraumlüftung in Varianten und Kosten
Zur Anmeldung

Wohnungsbau nach der Wahl: Immobilienwirtschaft fordert mehr Tempo

Jetzt Neubau und Sanierung in den Fokus nehmen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland, BID, fordert von den möglichen Koalitionären jetzt schnell ins Handeln zu kommen. Die aktuelle wirtschaftliche Lage der Immobilien- und Wohnungswirtschaft erlaubt keine weiteren Verzögerungen. Die Wohnungsmarktkrise und der defekte Konjunkturmotor Wohnungsbau verlangen nach verantwortungsbewusstem und entschlossenem Handeln.

„Wirtschaft heißt in Deutschland auch Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Die positiven Effekte unserer Branche auf die Gesamtwirtschaft können beim Neubau und der Sanierung freigesetzt und realisiert werden “, betont BID-Vorsitzender Dirk Salewski in Berlin.

„Der Wohnungsbau trug in den letzten Jahrzehnten signifikant zum deutschen Wirtschaftswachstum bei. Rund 6,6 Millionen Beschäftigte sind in der Wohnungsbaubranche tätig. Dadurch entstanden im Jahr 2023 Steuereffekte in Höhe von 140,8 Mrd. Euro. Das waren rund 17 % der gesamten deutschen Steuereinnahmen.

Unsere Branche verbindet die zentralen wirtschaftlichen und sozialen Schlüsselbereiche miteinander. Die großen Zukunftsthemen, ob Energie oder Nachhaltigkeit – sind ebenso untrennbar mit den Themen Bauen und Wohnen verbunden“, sagt Salewski.

„Es gibt keine Zeit mehr für Verzögerungen. Wir erleben in vielen Bereichen Umbrüche und eine enorme Beschleunigung der Entwicklung, der sich eine neue Bundesregierung zwingend anpassen muss. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt, beim Neubau und der Sanierung des Bestands erlaubt kein Zuwarten. Der eklatante Wohnungsmangel und die wirtschaftlichen Herausforderungen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft verlangen nach einem klaren Kurs und verlässlichen Rahmenbedingungen.

Es braucht die konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, um den Wohnungsmangel langfristig zu bekämpfen und die vielen Arbeitsplätze der gesamten Wertschöpfungskette Bau zu sichern und zu erhalten. Die Lösungen liegen nach vielen Jahren von Bündnissen und Arbeitsgruppen längst auf dem Tisch. Auf allen Ebenen staatlichen Handelns müssen rasch konkrete Maßnahmen ergriffen werden – Bund und Länder sind jetzt in der Pflicht. Die Kommunen müssen befähigt und gestärkt werden.“

In der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland arbeiten die Verbände BFW, VDIV, GdW, IVD, vdp, und ZIA zusammen, um mit gebündelten Kräften gemeinsam inhaltliche Positionen effektiver in der Öffentlichkeit zu vertreten. Mit der BID steht der Politik und anderen Wirtschaftszweigen sowie weiteren Verbänden ein unterstützender und durchsetzungsfähiger immobilienwirtschaftlicher Partner zur Seite.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe 2024 um 0,7 % niedriger als im Vorjahr

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2024 um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 103,5 Milliarden Euro lag der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang um 1,1 % über dem Vorjahresniveau und damit im zweiten Jahr in Folge im dreistelligen Milliardenbereich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

m Hochbau lagen die Auftragseingänge mit 47,2 Milliarden Euro real 5,0 % und nominal 4,0 % unter dem Vorjahresergebnis. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau mit real -3,5 % (nominal: -2,4 %) geringere Einbußen als der Nichtwohnungsbau (real: -5,8 %, nominal: -4,8 %). Der Auftragseingang im Tiefbau lag dagegen mit 56,3 Milliarden Euro real 3,4 % und nominal 5,7 % höher als im Vorjahr. Großaufträge, vor allem bei der Autobahn-, Brücken- und Tunnelsanierung und beim Ausbau des Stromnetzes, trugen maßgeblich zum diesem Rekordergebnis bei.

Auftragseingang sinkt im Dezember 2024 um 7,7 % zum Vormonat

Im Dezember 2024 lag der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe kalender- und saisonbereinigt 7,7 % unter dem November 2024. Im Vorjahresvergleich lag der reale Auftragseingang im Dezember 2024 kalenderbereinigt 0,1 % niedriger. Der Auftragseingang betrug rund 8,7 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 0,6 % mehr als im Dezember 2023.

Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe real gesunken

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe lag im Jahr 2024 real 1,0 % niedriger als im Vorjahr. Nominal lag er 0,8 % höher und erreichte einen neuen Höchststand von 114,8 Milliarden Euro. Innerhalb der einzelnen Bauarten erwirtschaftete der gewerbliche Tiefbau mit 25,1 Milliarden Euro den höchsten Jahresumsatz, der gewerbliche Hochbau folgte mit 24,8 Milliarden Euro.

In dieser Statistik werden alle Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen erfasst. Im Jahr 2024 waren das rund 9 500 Betriebe und damit 1,5 % weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl dieser Betriebe im Jahr 2024 erstmals nach 14 Jahren (2009: 7 000 Betriebe) kontinuierlichen Wachstums.

In den befragten Betrieben waren 2024 im Jahresdurchschnitt 534 200 Personen tätig. Das waren rund 2 200 oder 0,4 % weniger als im Jahr zuvor. Die Entgelte lagen im gleichen Zeitraum nominal 4,7 % über dem Vorjahresergebnis und ergaben eine Gesamtsumme von 25,2 Milliarden Euro. Dabei wurden etwa 614 Millionen Arbeitsstunden (-0,6 % gegenüber 2023) auf Baustellen geleistet.

Bundestagswahl am 23. Februar 2025 – vorläufiges amtliches Ergebnis für den Freistaat Bayern

Die Bayern haben gewählt. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis der Bundestagswahl in Bayern kommt die CSU auf 37,2 Prozent, die AfD auf 19,0 Prozent, die GRÜNEN auf 12,0 Prozent und die SPD auf 11,6 Prozent der gültigen Zweitstimmen. Die Linke erringt 5,7 Prozent. Alle anderen Parteien, darunter FREIE WÄHLER und FDP, kommen in Bayern jeweils auf unter fünf Prozent der gültigen Zweitstimmen. Die Wahlbeteiligung beträgt 84,5 Prozent.

Bei der Wahl zum 21. Deutschen Bundestag liegt die Wahlbeteiligung in Bayern deutlich höher als zur Bundestagswahl 2021. Von den rund 9,46 Millionen Wahlberechtigten des Freistaats gaben nun 84,5 Prozent ihre Stimmen ab (2021: 79,9 Prozent). Am höchsten ist die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 220 München-Land mit 88,1 Prozent, gefolgt vom Wahlkreis 223 Starnberg – Landsberg am Lech mit 87,7 Prozent. Im Wahlkreis 244 Nürnberg-Süd nahmen nur 78,3 Prozent der Wahlberechtigten teil.

Detaillierte Ergebnisse sind im Internetangebot des Landeswahlleiters unter www.bundestagswahl2025.bayern.deabrufbar.

Bayerisches Bauministerium: Pilotprojekte: einfach und innovativ bauen in Bayern

Die Grundsteinlegung für „Das große kleine Haus“ am 24. Februar markiert für Bauminister Christian Bernreiter einen bedeutenden Tag für den Gebäudetyp-e: „Der genossenschaftliche Neubau startet als eines der ersten bayerischen Pilotprojekte in die Bauphase. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel, wie mit kreativen Lösungen und innovativen Ansätze das Bauen einfacher, kostengünstiger und ressourcenschonender werden kann. Ich danke den Bauherren für ihren Mut, das einfache und innovative Bauen zu erproben und bin gespannt auf die Erkenntnisse.“

Der Bau steckt bundesweit in der Krise: Die Bauwirtschaft klagt über hohe Baupreise und übermäßige Bürokratie. Folge sind weniger Bauvorhaben und steigende Wohnkosten in allen Landesteilen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind kreative und innovative Ansätze nötig. Bauminister Bernreiter erklärt: „Mit dem Gebäudetyp-e geht Bayern bei diesem entscheidenden Thema voran. In 19 Pilotprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten erproben wir neue Bau- und Wohnformen. Wir begleiten und untersuchen die Projekte, um wertvolle Erfahrungen für uns und die gesamte Branche zu sammeln. Ziel ist es, vorhandene Potenziale zu finden und zu nutzen. Auf Grundlage der Untersuchungen wollen wir mehr Flexibilität und Spielräume bei Bauvorgaben schaffen und Bürokratie abbauen. Die Erkenntnisse, die diese Projekte liefern, werden allen am Bauen Beteiligten zu Gute kommen.“

Professorin Elisabeth Endres von der TU Braunschweig, die die Pilotprojekte wissenschaftlich begleitet sagt: „Der Gebäudetyp-e bietet die große Möglichkeit tradierte Prozesse zu hinterfragen und die Potenziale von Qualitäten im Bauwesen nicht nur aufzuzeigen, sondern umzusetzen und damit erlebbar zu machen. Es ist eine einmalige Chance, die das Bauministerium in Bayern mit Initiative der Bayerischen Architektenkammer und der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau aufgegriffen hat.”

„Das große kleine Haus“ im Münchener Kreativquartier umfasst eine Bruttogeschossfläche von etwa 4.000 Quadratmetern und wird eine Mischung aus Wohn- und Gewerbenutzungen bieten. Zu den geplanten Einrichtungen gehören ein Quartierscafé und eine Multihalle für kreative, soziale und kulturelle Aktivitäten.

Um das Gebäude in der geplanten Art und Weise umsetzen zu können, sind einige Befreiungen und Ausnahmen vom Bebauungsplan erteilt worden, der noch auf eine andere Gebäudekonfiguration abstellt. Das Gebäude bleibt somit unterhalb der Hochhausgrenze, was die Ausführung in Holzbauweise und den Verzicht auf sicherheitstechnische Anlagen ermöglicht. Weitere Ansätze des innovativen und einfachen Bauens zeigen sich unter anderem in reduziertem Schallschutz, einem optimierten Heizwert und dem Verzicht auf eine Lüftungsanlage sowie in der Wiederverwendung von Stahlbauteilen einer nahegelegenen Abbruchhalle.

Ein Schwerpunkt des Projekts ist der Einsatz von Holz als Baustoff. Der Freistaat Bayern fördert die Verwendung von CO2 speichernden Baustoffen im Rahmen des Bayerischen Holzbau-Förderprogramms und stellt für „Das große kleine Haus“ einen maximalen Förderzuschuss von 200.000 Euro bereit.

Neben diesem Projekt hat bereits das Wohnungsbauprojekt „Haus fast ohne Heizung“ in Friedrichshofen-West der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH (GWG) mit dem Bau begonnen. Der dreigeschossige Baukörper mit 15 Wohnungen wird durch den Freistaat im Rahmen der sozialen Mietwohnraumförderung unterstützt.

Die übrigen Pilotprojekte, die verschiedene innovative Ansätze im Neubau und Bestand erproben, stehen zum Teil kurz vor der Baugenehmigung oder sind noch in der Planungsphase. Alle Projekte werden wissenschaftlich begleitet und liefern wertvolle Erkenntnisse für kostengünstiges und ressourcenschonendes Bauen.

Neben dem großen Thema der Schaffung von kostengünstigem Wohnraum sind auch Gebäude der Daseinsvorsorge, wie Schulgebäude, von zentraler Bedeutung. Mehrere Städte haben sich dieser Herausforderung angenommen und erproben bei ihren Erweiterungs- und Neubauten innovative Ansätze des einfachen Bauens. Als erstes Schulbauprojekt startet der Neubau der Ellis-Kaut-Grundschule in Germering in die Bauphase: Am 26. Februar 2025 wird der feierliche Spatenstich gesetzt. Angesichts der hohen Baukosten und der Komplexität moderner Schulgebäude ist die Untersuchung und Evaluierung dieses Vorhaben ein wichtiger Schritt, um Erkenntnisse für zukunftsfähige und kosteneffiziente Lösungen im Schulbau zu gewinnen.

GdW Rundschreiben: Erfolgreicher Abschluss der zweiten Verhandlungsphase mit Telekom Deutschland – fünf Musterregelungen mit Erläuterungen folgen im März 2025

Nach erneut sehr intensiven Verhandlungen mit der Telekom Deutschland konnte der GdW mit Unterstützung der Mitglieder des GdW-Fachausschusses Wohnungswirtschaft 4.0 in der angekündigten zweiten Verhandlungsphase zu technischen und wirtschaftlichen Kooperationsmöglichkeiten zahlreiche wohnungswirtschaftliche Positionen durchsetzen. Die insgesamt fünf Muster-Regelungen betreffen unterschiedliche Sachverhalte für eine bestehende und künftige Glasfaserausstattung der Gebäude, unabhängig davon, ob Telekom oder das Wohnungsunternehmen in die Netze investiert hat oder dieses plant. Die Vereinbarungen sind im anliegenden zweiten Positionspapier dokumentiert.

Der GdW legt im März 2025 die Musterregelungen und ein umfassendes Erläuterungspapier vor.

Die Verhandlungen mit Telekom sind somit abgeschlossen. Bei Aktualisierungs- oder Änderungsbedarfen werden sich Telekom und GdW abstimmen. Alle Rahmenbedingungen sind ausdrücklich nicht exklusiv und nicht abschließend. Der GdW ist weiter offen, mit weiteren Anbietern vergleichbare Regelungen zu treffen.

Download RS
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GdW informiert über Erleichterungen im Mess- und Eichgesetz

Neue/ erneuerte Messgeräte bedürfen keiner Meldung mehr bei den Eichbehörden

Mit dem vierten Bürokratieentlastungsgesetzes wurde § 32 des Mess- und Eichgesetzes (MessEG) aufgehoben. Neue und erneuerte Messgeräte müssen seit dem 1. Januar 2025 nicht mehr den Eichbehörden gemeldet werden. Dies betraf Wasser-, Wärme- und Kältezähler.

Sollten Messdienste diese Dienstleistung erbracht haben, entfällt dieses nun.

Siehe Artikel 38 des vierten Gesetzes zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft sowie der Verwaltung von Bürokratie vom 23. Oktober 2024.

Link

Leitfaden Feuerbeschau zum Umgang mit Bestandsbauten

Der Leitfaden Feuerbeschau zum Umgang mit Bestandsbauten wurde am 19. Februar an die Feuerwehren in Bayern versendet. Für die Wohnungswirtschaft Bayern ist vor allem der kompakte Überblick zum Thema Feuerbeschau interessant.

Der Leitfaden ist wie nachfolgend ausgeführt aufgrund der Einbindung wesentlicher Stellen auf Landesebene für ganz Bayern verwendbar und soll insbesondere im Bestand einen sinnvollen, wirtschaftlichen und im Sinne gemeinsamer Ziele aller Beteiligten ausreichend sicheren Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz unter Würdigung der Bestandschutzbelange bieten.

In Kurzform kann die Motivation für die Erstellung des Leitfadens wie folgt beschrieben werden:

Warum der Leitfaden?

Eine unabhängige Prüfung sollte, unabhängig von der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, dann stattfinden, wenn die Ignoranz der Eigenverantwortung unmittelbar zu Personenschäden bei Dritten führt.

Daher finden Verkehrskontrollen durch die Polizei statt und die Heimaufsicht oder die Lebensmittelkontrolle führt regelmäßige Überprüfungen durch.
Die Feuerbeschau, die es bereits vor den organisierten Feuerwehren gab, ist ebenfalls im Sicherheitsrecht verankert. Sie ist in Bayern bewusst nicht Teil des Baurechts, dennoch wird immer wieder ein nicht vorgesehener baurechtlicher Soll-Ist-Vergleich vorgenommen.

Ursächlich hierfür dürfte sein, dass Unsicherheit besteht, wer für nicht beanstandete Abweichungen vom aktuellen Baurecht oder anderen Rechtsgebieten verantwortlich ist oder aber die Beauftragung eines Brandschutznachweises (nach Baurecht) anstatt einer Feuerbeschau.
In der Folge kommt es immer wieder zur fehlenden Berücksichtigung des Bestandsschutzes und es finden Prüfinhalte statt, die mit dem Zweck der Feuerbeschau wenig oder nichts zu tun haben (z.B. Vollzug von Brandschutzbestimmungen des Arbeitsstättenrecht, die über das Baurecht hinaus gehen).
Um die Feuerbeschau auf den eigentlichen Zweck zu reduzieren, initiierte der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Bürokratieabbau, Herr Walter Nussel, diesen Leitfaden. Er ist mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration abgestimmt.

Inhalt des Leitfadens

Der Leitfaden beschreibt die völlig unterschiedlichen Ansätze eines Brandschutznachweises (Brandschutzkonzeptes) und einer Feuerbeschau, gerade hinsichtlich der Bestandsschutzregelungen. Er dient somit der Klarstellung und Konkretisierung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Der Zweck der Feuerbeschau ist nochmals deutlich formuliert und auch das Nicht-Ziel.

Ziele
  • Information aller Gemeinden (Ordnungsämter und Feuerwehren)
  • Unsicherheit zur Verantwortung beseitigen (die Polizei fordert bei Verkehrskontrolle auch nicht die Nachrüstung eines Airbags bei einem Oldtimer und nimmt dennoch umfassend ihre Aufgaben wahr)
  • Bei Beauftragung Dritter zur Durchführung einer Feuerbeschau: kein Auftrag für Brandschutznachweis, sondern Überprüfung nach Anhang 4 und Würdigung des Bestandsschutzes
  • Ausbildung in Bayern zum Umfang und Nicht-Umfang angleichen (Branddirektion München, Landesfeuerwehrschulen, Versicherungskammer Bayern, Privatfirmen, Verwaltungsschulen)
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ifo Geschäftsklimaindex unverändert

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland bleibt unverändert skeptisch. Der ifo Geschäftsklimaindex verharrte im Februar bei 85,2 Punkten. Die Unternehmen waren etwas unzufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen hellten sich hingegen etwas auf. Die deutsche Wirtschaft wartet ab.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die aktuelle Lage wurde zwar etwas schlechter beurteilt. Für die kommenden Monate waren die Unternehmen aber merklich weniger pessimistisch. Die Auftragsentwicklung hat sich stabilisiert.

Im Dienstleistungssektor ist der Index gesunken. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit der aktuellen Lage. Auch die Erwartungen trübten sich etwas ein. Insbesondere im Bereich Transport und Logistik nahmen die skeptischen Stimmen zu.

Im Handel legte das Geschäftsklima zu. Dies war insbesondere auf eine Aufhellung der Erwartungen zurückzuführen. Auch ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation bewerteten die Unternehmen etwas besser. Diese Entwicklung war sowohl im Groß- als auch Einzelhandel zu beobachten.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Grund dafür waren weniger skeptische Erwartungen. Die laufenden Geschäfte wurden hingegen etwas schlechter eingeschätzt. Zentrales Problem bleibt der Auftragsmangel.

BBSR: Immobilienkrise: Noch nicht überwunden, aber der Markt hat sich aus der Starre befreit

Expertinnen und Experten schätzen die Konjunkturlage am Immobilienmarkt weiterhin pessimistisch ein, die Stimmung hat sich jedoch zuletzt etwas aufgehellt. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in seinem Expertenpanel Immobilienmarkt. Einmal jährlich befragt das BBSR Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Büro und Logistik. An der aktuellen Befragung nahmen Ende 2024 rund 700 Fachleute teil.

In allen Segmenten überwiegt die Einschätzung, die Lage am Immobilienmarkt habe sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 verschlechtert. In der bis 2021 mit Top-Werten beurteilten Logistikbranche nehmen mittlerweile fast ebenso viele Befragte eine gegenüber dem ersten Halbjahr verbesserte (26 Prozent) wie eine schlechtere Konjunkturlage (27 Prozent) wahr. Deutlich pessimistischer bewerten die Expertinnen und Experten die Lage in den anderen Segmenten. 36 Prozent der Befragten geben an, die Konjunkturlage am Wohnungsmarkt habe sich verschlechtert. 44 Prozent teilen diese Einschätzung für den Einzelhandel und sogar 50 Prozent für den Büromarkt.

Gleichwohl scheint die Talsohle überwunden zu sein. Die Konjunkturstimmung hat sich zum zweiten Mal in Folge aufgehellt, nachdem im Jahr der Zinskrise 2022 in den Märkten für Wohnen, Büro und Einzelhandel ein Tiefstand erreicht wurde. Der Logistiksektor hatte sich bisher gegen diesen Trend robust gezeigt und wird erst seit dem zweiten Halbjahr 2024 von einer knappen Mehrheit auf einem schlechteren Konjunkturniveau gesehen als im Halbjahr zuvor.

Rückgang der Neubauzahlen erwartet

Die Aussichten für den Neubau schätzt die Mehrheit der Befragten weiterhin pessimistisch ein, allerdings mit einer nachlassenden Dynamik. 57 Prozent rechnen für das erste Halbjahr 2025 mit rückläufigen Fertigstellungszahlen im Mietwohnungsbau. Am Büromarkt erwarten 48 Prozent sinkende Neubauzahlen, im Einzelhandel 43 Prozent. Eine Ausnahme ist das Logistiksegment, für das immerhin 30 Prozent mit steigenden Neubauvolumina rechnen (fallend: 23 Prozent).

Mieten werden weiter steigen

Bei den Mieten erwarten die Expertinnen und Experten in allen Marktsegmenten eine Steigerung. Besonders ausgeprägt ist der Trend am Mietwohnungsmarkt: 85 Prozent der Befragten rechnen für das erste Halbjahr 2025 mit weiter steigenden Wohnungsmieten (fallend: 2 Prozent). Selbst im Einzelhandel gehen mittlerweile 28 Prozent von einem Aufwärtstrend aus (fallend: 27 Prozent). Im Bürosektor rechnen 32 Prozent der Befragten (fallend: 20 Prozent) mit Anstiegen und im Logistiksegment 36 Prozent (fallend: 18 Prozent).

Energetische Sanierungen im Bestand sind ein Wachstumsmarkt

Eine positive Entwicklung sehen die Fachleute dagegen bei umfassenden energetischen Sanierungsvorhaben im Bestand. Hier ist das Mietwohnungssegment führend, für das 52 Prozent der Befragten mit einem Anstieg der umgesetzten Maßnahmen im ersten Halbjahr rechnen (rückläufig: 15 Prozent). In den drei Wirtschaftsimmobilienmärkten liegen die Anteile der hinsichtlich Sanierung optimistisch gestimmten Fachleute etwas niedriger. In den Segmenten Büro (37 Prozent), Logistik (36 Prozent) und Einzelhandel (34 Prozent) erwarten aber immerhin noch etwa doppelt so viele der Befragten eine Zunahme als eine Abnahme von Sanierungen.