Die WohnungswirtschaftBayern

Prüfungen nach § 16 MaBV

Die Makler- und Bauträgerverordnung, abgekürzt MaBV, ist eine aus der Gewerbeordnung abgeleitete Rechtsverordnung, die im deutschen Gewerberecht Vorgaben u.a. an Gewerbetreibende im Bauträger- und Baubetreuungsgeschäft bei der Ausübung des Gewerbes formuliert. Diese Verpflichtungen dienen dem Schutz der Allgemeinheit, insbesondere dem Auftraggeber; sie sind zudem bei Gestaltung und Abschluss eines Bauträgervertrages zu berücksichtigen.

Einen Schwerpunkt bildet in der MaBV die Absicherung von Kundengeldern. Das Recht, Zahlungen eines Erwerbers entgegenzunehmen, besteht für einen gewerblichen Bauträger nur dann, wenn

  • ein rechtswirksamer Vertrag vorliegt,
  • eine Auflassungsvormerkung an der vereinbarten Rangstelle im Grundbuch eingetragen wurde,
  • die Sicherung der Lastenfreistellung erfolgt ist und
  • eine behördliche Baugenehmigung erteilt wurde.

Die Gelder, die der Bauträger vom Erwerber einer Immobilie erhält, muss er entsprechend absichern und darf sie nur für das betreffende Projekt verwenden. Grundsätzlich darf der Bauträger Zahlungen nur entsprechend dem Baufortschritt entgegennehmen. Die von seinen Kunden empfangenen Zahlungen, muss er im Sinne der getrennten Vermögensverwaltung von seinen privaten Geldern strikt trennen.

Ein gewerblicher Bauträger hat auf eigene Kosten die Einhaltung der sich aus der MaBV ergebenden Verpflichtungen für jedes Kalenderjahr durch einen geeigneten Prüfer prüfen zu lassen und einen Prüfungsbericht der zuständigen Behörde zu übermitteln.

Der VdW Bayern ist geeigneter Prüfer nach § 16 Abs. 3 MaBV.

Wenn Sie Fragen zur Prüfungspflicht oder zur Anwendung der MaBV haben, wenden Sie sich gerne an uns.