Lade Veranstaltungen

Wir erleben heute aufgrund verschiedener technologischer, regulatorischer und auch marktbedingter Entwicklungen neue Handlungs-Optionen, die sich gerade beim Thema Kabelnetze und Multimedia für die Wohnungswirtschaft öffnen. Es geht bei der breitbandigen Netzinfrastruktur um nicht viel weniger, als um die Fähigkeit der Wohnungswirtschaft, ihre Gebäude und damit ihre Mieter als zentrale Bestandteile von digital vernetzten Städten, also von „Smart Cities“, einzubinden. Und es geht um eine Portfoliostrategie, die neben einem hohen Wohnwert, einer guten Lage und einem energetisch optimierten Zustand auch Hochleistungsnetze im Fokus hat, die breitbandige Internetzugänge von möglichst vielen Providern und Diensteanbietern zulassen.

Wer also über Werterhalt und -steigerung von Wohnimmobilien spricht, wer die Vermietbarkeit seiner Wohnungen in der Corona-Krise und darüber hinaus sichern möchte, kommt an der Qualität dieser Netze und den damit verbundenen Betreibermodellen nicht vorbei. Und gerade hier entstehen aktuell echte Alternativen zu den klassischen Gestattungsverträgen der Kabelnetzbetreiber. Jene agieren allerdings immer Interessen geleitet. Technologien wie 5G, Glasfaser, „Turbos“ für die alten Koax-Netze, IPTV etc. sind komplex und in ihren Potenzialen und Risiken nur schwer zu vergleichen.
Gefragt ist also eine neutrale Orientierung in diesem Technik lastigen Themenfeld. Insofern möchte das Seminar all denen Orientierung bieten und sie auf einen gleichen Informationslevel heben, die früher oder später mit diesen Fragen zu tun haben werden: Justiziare, Leiter Technik, Leiter Neubau und Bestandsbewirtschaftung, Innovations-/ Digitalisierungsbeauftragte und nicht zuletzt Vorstände und Geschäftsführungen.

Inhalte:

Technische Infrastruktur
• Vorstellung des typischen Aufbaus von Telekommunikationsnetzen einschl. Darstellung und Abgrenzung der verschiedenen Netzebenen
• Darstellung der Vor- und Nachteile gängiger Übertragungstechnologien
• Glasfaser
• Koaxialkabel mit DOCSIS
• SAT-TV
• IPTV
• 5G Mobilfunk
• wie das Signal und welche Dienste in die Wohnung kommen
• Möglichkeiten und Grenzen bei der Nutzung bestehender Infrastrukturen im Haus
• Vor- und Nachteile von Koax und Glasfaser insbesondere im Hinblick auf die Netzebene 4
• Investitionen in Netzebene 4 durch Eigentümer oder Dritte/ Contracting-Modelle – Vor- und Nachteile

Organisation der technischen Infrastruktur (Netzbetrieb)
• Darstellung gängiger Rollenverteilung und Möglichkeiten für den Betrieb unter besonderer Berücksichtigung der wohnungswirtschaftlichen Interessenlagen und der heutigen sowie zukünftigen Mieterbedarfe (Corona: Homeoffice und Homeschooling)
• wie Netze betrieben, Dienste bereitgestellt und abgerechnet werden – Suche nach geeigneten Partnern vor Ort
• ein Blick auf die vorgelagerte Netzebene 3
• Chancen und Herausforderungen bei der eigenen Positionierung innerhalb der Rollen, wohnungswirtschaftliche Geschäftsmodelle mit und ohne Partner
• Möglichkeiten der Wertschöpfung für das Wohnungsunternehmen, Vermeidung von Fehl- oder Überinvestitionen

Kursorisch würden folgende Aspekte angesprochen werden, weil diese für das Gesamtverständnis der Kabelproblematik aus wohnungswirtschaftlicher Sicht wichtig sind:
• Chancen und Bedingungen für Open Access-Modelle
• Zukunft des Sammelinkassos
• heutige und zukünftige Kundenwünsche und daraus abgeleitete Bandbreitenbedarfe
• DigiNetzG/ TKG-Novelle
• Smart Metering, Smart Home
• Hackerangriffe


Referenten
Manfred Neuhöfer, Mitglied der Geschäftsleitung bei F+B Forschung und Beratung GmbH Hamburg/Neuss

Thorsten Anding, Managing Partner LATUS consulting AG, Siegburg

Gebühren
300,00 € für VdW-Mitglieder
350,00 € für Nichtmitglieder

Zielgruppe
Vorstände, Geschäftsführer, Leiter Technik, Leiter Neubau und Bestandsbewirtschaftung, Innovations-/ Digitalisierungsbeauftragte, Justiziare

Anmeldeschluss: 26.01.2021
Ihre Anmeldebestätigung erhalten Sie erst nach Anmeldeschluss.

Onlineanmeldung