Die weiter rückläufigen Baufertigstellungen sind ein schlechtes Zeichen für das Wohnen in Bayern. Am Wohnungsmarkt macht sich der Rückgang bereits bemerkbar. Der Druck steigt spürbar. Die Wartelisten bei den Mitglidsunternehmen des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen sind lang. Gleichzeitig sinkt die Fluktuation. “Die Menschen wollen ihre sicheren Mietwohnungen nicht mehr verlassen, auch wenn sich die Lebenssituation ändert”, erklärt Verbandsdirektor Hans Maier. Sein Fazit: “Der Wohnungsmarkt funktioniert nicht mehr”.
Die Leistungsbilanz der Wohnungswirtschaft Bayern für 2025 bekräftigt die Zahlen des Landesamts für Statistik: Die Gesamtinvestitionen der Mitgliedsunternehmen sind 2025 um mehr als zehn Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro gesunken. Vor allem der Neubau ist betroffen: Die Ausgaben gingen im letzten Jahr um über 20 Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro zurück. Im Jahr 2025 wurden 3.505 Wohnungen (-1,7%) fertiggestellt.
Der VdW Bayern fordert daher eine konsequente Reduzierung von Bauvorschriften und Standards. “Das Bauen muss wieder wirtschaftlich möglich sein”, betont der Verbandsdirektor. Ein wichtiger Ansatz ist der sogenannte Gebäudetyp-e, der einfacheres und kostengünstigeres Bauen ermöglichen soll. Dieser neue Ansatz müsse schnell rechtssicher im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB verankert werden.
