Inflationsrate im März 2026 voraussichtlich +2,7 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2026 voraussichtlich +2,7 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2026 um 1,1 %. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im März 2026 voraussichtlich +2,5 %. Die Preise für Energie steigen gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 7,2 %, dies ist der erste Preisanstieg bei Energie seit Dezember 2023.

Inflation in Bayern steigt im März 2026 auf 2,8 Prozent

Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. Dabei kosten Nahrungsmittel 1,0 Prozent mehr. Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 steigt der Verbraucherpreisindex im März 2026 um 1,2 Prozent. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl steigen um 43,9 Prozent. Auch für Kraftstoffe müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im März 2026 im Vergleich zum Vormonat deutlich mehr bezahlen (+16,7 Prozent). Damit werden erste Auswirkungen des Iran-Kriegs für die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar. Der Preis für Strom sinkt gegenüber dem Februar 2026 um 0,6 Prozent.

Auswirkungen des Iran-Kriegs spürbar: Kraftstoffe (+16,7 Prozent) und Heizöl (+43,9 Prozent) werden im Vergleich zum Vormonat deutlich teurer
Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Februar 2026 deutlich an (+8,1 Prozent). Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind hier für die Verbraucherinnen und Verbraucher am stärksten spürbar. Tanken wird im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 16,7 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl steigen sogar um 43,9 Prozent. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vormonatsvergleich um 9,2 Prozent teurer. Preissenkungen hingegen zeigen sich beim Strom (-0,6 Prozent). Die Preise für Erdgas sind im Vormonatsvergleich ebenfalls leicht gesunken (-0,2 Prozent).

Im Vorjahresvergleich liegen die Preise für Energie im März 2026 um 6,8 Prozent über den Preisen von März 2025. Der Preis für Heizöl steigt spürbar um 44,8 Prozent gegenüber März 2025. Auch der Preis für Kraftstoffe ist im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat stark gestiegen (+19,7 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich teurer (+25,3 Prozent). Strom (-6,6 Prozent) und Erdgas (-4,2 Prozent) können dagegen günstiger bezogen werden.

Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem auch wie unterschiedlich sich die Energiepreise inzwischen entwickelt haben: Gegenüber den Durchschnittspreisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucherpreisstatistik, sind die Preise für Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+84,8 Prozent), Erdgas (+81,3 Prozent) und Kraftstoffe (+64,6 Prozent) deutlich gestiegen. Die Preise für Heizöl sind seit 2020 mit 165,2 Prozent am stärksten gestiegen. Für Strom hingegen liegt die Preissteigerung lediglich bei 13,8 Prozent. Insgesamt sind die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 51,4 Prozent gestiegen.

Wohnungsmieten – Preissteigerungen unter der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im März 2026 um 2,4 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.