Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern steigen im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent

Wie die Fachabteilung im Bayerischen Landesamt für Statistik mitteilt, steigt der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Gegenüber der Erhebung im November 2025 legen die Baupreise um 1,0 Prozent zu. Für Rohbauarbeiten ermitteln die Statistikerinnen und Statistiker 2,3 Prozent höhere Preise als noch im Vorjahresmonat. Bei den Ausbauarbeiten verzeichnen sie einen Preisanstieg von 3,0 Prozent im Vorjahresvergleich. Seit 2021, dem aktuellen Basisjahr der Statistik der Bauleistungspreise, sind die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern um ein Drittel (+33,6 Prozent) gestiegen. Die Preise für Rohbauarbeiten sind in diesem Zeitraum um 26,2 Prozent und die Preise für Ausbauarbeiten sogar um 39,4 Prozent gestiegen.

Preisentwicklung beim Wohnbau
Im Jahresvergleich sind im Februar 2026 die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern um durchschnittlich 2,7 Prozent gestiegen. Im November 2025 lag die Preissteigerungsrate binnen Jahresfrist auf einem ähnlichen Niveau (+2,6 Prozent). Seit 2021 sind die Preise für den Neubau für Wohnungen in Bayern damit um 33,6 Prozent gestiegen.

Im Bereich der Rohbauarbeiten erhöhen sich die Preise im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 2,3 Prozent und damit stärker als noch im November 2025 (+1,8 Prozent). Der stärkste Anstieg ist bei Klempnerarbeiten (+4,3 Prozent) und Dachdeckungsarbeiten (+4,0 Prozent) zu beobachten. Bei den Stahlbauarbeiten ist ein leichter Preisrückgang (-0,2 Prozent) zu verzeichnen. Seit 2021 sind die Preise für Rohbauarbeiten um mehr als ein Viertel (+26,2 Prozent) gestiegen.

Bei den Ausbauarbeiten liegen die Preise im Februar 2026 um 3,0 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten und damit geringfügig unter der Preisentwicklung vom November 2025 (+3,2 Prozent). Die höchste Preissteigerung gibt es bei den Rollladenarbeiten (+5,5 Prozent), Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+5,2 Prozent) und Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden (+4,8 Prozent). Ein Preisrückgang ist erneut bei den Naturwerksteinarbeiten (-1,7 Prozent) sowie bei Tapezierarbeiten (-1,3 Prozent) zu beobachten. Seit 2021 sind die Preise für Ausbauarbeiten um 39,4 Prozent gestiegen.

Statement Verband bayerischer Wohnungsunternehmen

Die Baupreise im Wohnungsbau steigen weiter – im Februar 2026 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Dynamik bleibt damit moderat, das Niveau aber hoch. Seit 2021 sind die Baukosten für Wohnungen in Bayern um mehr als ein Drittel gestiegen. Gleichzeitig drohen durch internationale Konflikte wie den Iran-Krieg neue Preissteigerungen bei Energie und Materialien.

„Die Baukosten bleiben das zentrale Problem für den Wohnungsbau. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, verharren auf einem zu hohen Niveau und die nächste Preisspirale ist vor der Tür “, sagt Verbandsdirektor Hans Maier.

In Bayern fehlen derzeit rund 200.000 bezahlbare Wohnungen. Diese Lücke lässt sich nur schließen, wenn neben dem geförderten Wohnungsbau auch der freifinanzierte Mietwohnungsbau und der Eigentumssektor funktionieren. „Wir brauchen wieder alle drei Säulen am Wohnungsmarkt und wir müssen endlich den Gebäudetype-e praxistauglich im BGB verankern”, betont Maier. Die Wohnungswirtschaft Bayern setzt dabei auf günstigere Baukosten durch den Abbau von übermäßigen Bauanforderungen und fordert steuerliche Vergünstigungen für Wohneigentum.