Bayerisches Landesamt für Statistik:
Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern steigen im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent
Statement Verband bayerischer Wohnungsunternehmen
Die Baupreise im Wohnungsbau steigen weiter – im Februar 2026 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Dynamik bleibt damit moderat, das Niveau aber hoch. Seit 2021 sind die Baukosten für Wohnungen in Bayern um mehr als ein Drittel gestiegen. Gleichzeitig drohen durch internationale Konflikte wie den Iran-Krieg neue Preissteigerungen bei Energie und Materialien.
„Die Baukosten bleiben das zentrale Problem für den Wohnungsbau. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, verharren auf einem zu hohen Niveau und die nächste Preisspirale ist vor der Tür “, sagt Verbandsdirektor Hans Maier.
In Bayern fehlen derzeit rund 200.000 bezahlbare Wohnungen. Diese Lücke lässt sich nur schließen, wenn neben dem geförderten Wohnungsbau auch der freifinanzierte Mietwohnungsbau und der Eigentumssektor funktionieren. „Wir brauchen wieder alle drei Säulen am Wohnungsmarkt und wir müssen endlich den Gebäudetype-e praxistauglich im BGB verankern”, betont Maier. Die Wohnungswirtschaft Bayern setzt dabei auf günstigere Baukosten durch den Abbau von übermäßigen Bauanforderungen und fordert steuerliche Vergünstigungen für Wohneigentum.
