Klimaschutzprogramm vorgelegt: Verlässliche Rahmenbedingungen sind entscheidend

Das Bundeskabinett hat am 25.3.2026 ein Klimaschutzprogramm verabschiedet, um bis 2030 25 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Damit können die Klimaziele für 2030 und 2040 erreicht werden. Das Programm wurde unter Federführung des Bundesumweltministeriums erarbeitet.

Die Bundesregierung hat das Klimaschutzprogramm 2026 aufgelegt und im Kabinett beschlossen. Mit den geplanten Maßnahmen kommt Deutschland dem Ziel der Treibhausneutralität bis 2045 immer näher. Das Klimaschutzprogramm wird nun vom Expertenrat für Klimafragen begutachtet. Danach folgt die Umsetzung der Maßnahmen.

Die Bundesregierung ist nach dem Bundes-Klimaschutzgesetz verpflichtet, innerhalb eines Jahres nach Beginn einer Legislaturperiode ein Klimaschutzprogramm zu beschließen. Dieses soll im Einklang mit den im Gesetz definierten Klimazielen stehen. Die nun beschlossenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Klimaziele für 2030 und 2040 zu erreichen.

Hier ein Auszug:

Mehr Elektroautos für eine nachhaltige Mobilität
Im Verkehrssektor werden Mindestanteile für erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch im Straßen- und Schienenverkehr vorgegeben. Ebenfalls wird die Anschaffung von Elektro-Pkw gefördert. Mit dem neuen Förderprogramm für Elektroautos werden bis zu 800.000 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb gefördert. Zielgruppe der Förderung sind Privatleute mit kleinem und mittlerem Einkommen. Insgesamt werden dafür drei Milliarden Euro vom Bund bereitgestellt.

Um die E-Autos bequem laden zu können, werden vermehrt Lademöglichkeiten auch in der Nähe von Mehrfamilienhäusern aufgebaut. Dazu ist ein Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums mit einer finanziellen Ausstattung von einer halben Milliarde Euro geplant.

Klimafreundliche Gebäude tragen zum Klimaschutz bei

Auch bei der Wärmeversorgung soll sich einiges tun: So wird die Bundesregierung im Gebäudesektor die Förderung energetischer Sanierungen von Gebäuden sozialer Dienstleister und beim klimafreundlichen Neubau voranbringen.

Im Industriesektor sollen innovative Instrumente helfen, Emissionen einzusparen und Investitionen in Elektrifizierungstechnologien wie Wärmepumpen zu unterstützen.

Statement GdW

„Für die Wohnungswirtschaft müssen drei Faktoren im Gleichgewicht stehen: Klimaschutz, Finanzierbarkeit und Investitionssicherheit. Dieses Gleichgewicht gerät unter Druck, weil zentrale Bewertungsgrundlagen wie der Projektionsbericht 2025 auf dem bisherigen GEG basieren und nicht mehr die aktuelle Realität widerspiegeln. Die wachsende Lücke zwischen diesen veralteten Zahlen und den tatsächlichen Anforderungen führt dazu, dass die Unternehmen in eine Situation zunehmender Unsicherheit geraten, was Planung und Finanzierung angeht“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

„Entscheidend ist deshalb ein konsistenter, langfristig angelegter Maßnahmenpfad mit darauf abgestimmter Förderkulisse, der Planungssicherheit schafft und Investitionen absichert. Das enge Zusammenspiel von Förderprogrammen wie BEG und BEW muss eine verlässliche Grundlage für Unternehmensentscheidungen in die Dekarbonisierung von Gebäuden sein – und kein Wackelkandidat“, sagt Gedaschko.

Positiv bewertet der GdW, dass der Fokus weiterhin auf Einzelmaßnahmen liegt: Rund 92 Prozent der jährlichen Einsparungen innerhalb der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sollen so erzielt werden. Zusätzlich sind eine Erweiterung der steuerlichen Förderung (§ 35c EStG) und einkommensabhängige Boni für Effizienzmaßnahmen vorgesehen.

Kritisch bleibt jedoch, dass viele Maßnahmen stark von externen Faktoren abhängig sind, etwa Stromnetzen und Energiepreisen, die außerhalb der Steuerungsmöglichkeiten der Wohnungsunternehmen liegen.