Sozialverträgliche Energiewende im Gebäudebestand – Besuch der EU-Kommission im GdW

Am 11. März empfing der GdW die für die energiepolitischen Richtlinien der EU verantwortlichen Vertreter der Europäischen Kommission, Referatsleiter Robert Nuij und Teamleiterin Nina Neumann. Gemeinsam mit Vertretern des GdW und der Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle ging es bei einer Projektbesichtigung um die Beantwortung der Frage wie die sozialverträgliche Umsetzung der Energiewende und der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) im Gebäudebestand gelingen kann – veranschaulicht am Beispiel der Nachverdichtung und mieterfreundlichen Sanierung der Märkischen Scholle in Berlin-Lichterfelde.

Anschließend an die Projektbesichtigung haben GdW-Präsident Axel Gedaschko, GdW-Vorstand Dr. Christian Lieberknecht, sowie Fabian Viehrig, Leiter des Referats Technik, und Özgür Öner, Leiter des Brüsseler Büros des GdW, mit den Gesprächspartnern aus der EU-Kommission die Umsetzung der Gebäuderichtlinie in Deutschland und Lösungsansätze für die Problematik der Kundenanlagen diskutiert. Für den GdW war die Projektbesichtigung sehr wertvoll, um den „Quartiersansatz“ zu erläutern und zu erklären, wie Klimaneutralität im Quartier erreicht werden kann. In vielen EU-Mitgliedstaaten bestehen keine ausgeprägten wohnungswirtschaftlichen Strukturen, weswegen Klimaneutralität und Sanierung häufig auf das Einzelgebäude reduziert gedacht werden. Aus diesem Grund ist das Wissen über den Quartiers-Ansatz in der EU-Kommission nicht sehr vertieft.