Bauministerium: Mehr als 175.000 sozial gebundene Mietwohnungen und Wohnplätze in Bayern

Der Freistaat trägt mit zahlreichen Maßnahmen der Wohnraumförderung entscheidend dazu bei, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen: In Bayern gab es Ende 2025 insgesamt 175.340 sozial gebundene Mietwohnungen und Wohnplätze. Das hat eine neue Bestandserhebung ergeben. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter: „Die neuen Zahlen zeigen einmal mehr: Der soziale Wohnungsbau hat in Bayern Top-Priorität! Das beste Mittel gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten ist, mehr zu bauen. Deshalb investieren wir im Doppelhaushalt 2026/27 erneut Rekordmittel in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro!“

Unter den 175.340 sozial gebundenen Wohnungen waren 133.393 (2024: 134.499) Wohnungen, die mit Unterstützung der Mietwohnraumförderung geschaffen wurden. Erstmals erfasst die Belegungsbindungsstatistik auch die im Rahmen der Studierendenwohnraumförderung und des Bayerischen Modernisierungsprogramms geförderten respektive gebundenen Wohneinheiten.

In den vergangenen Jahren wurde der Rückgang des Bestands belegungsgebundener Sozialmietwohnungen deutlich gebremst. Auslaufende Belegungsbindungen wurden größtenteils durch neue Bindungen im Rahmen der Wohnraumförderung ersetzt. Mit dem Wohnbau-Booster Bayern wurden im Jahr 2023 die maximale soziale Belegungsbindung auf bis zu 55 Jahre verlängert und zusätzliche Anreize für längere Bindungen eingeführt. Geförderte Wohnungen stehen zudem meist auch über die eigentliche Bindungsdauer hinaus weiterhin als bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung.

Der Freistaat hat seine Anstrengungen aufgrund des gestiegenen Bedarfs deutlich verstärkt: Seit 2023 steht für die Wohnraumförderung jährlich über eine Milliarde Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 227,5 Millionen Euro. „Kürzlich haben wir alleine mit dem Winterpaket Projekten im Umfang von 600 Millionen Euro eine Zusage erteilt. Der Wohnungsbau erhält damit nochmals deutlichen Rückenwind“, sagt Bernreiter, betont aber: „Geld allein baut noch keine Wohnungen! Deshalb arbeiten wir mit aller Kraft daran, das Bauen schneller, effizienter und günstiger zu machen! Wir entschlacken mit den Modernisierungsgesetzen die Vorgaben beim Bau und zeigen mit dem Gebäudetyp-e, wie man einfacher bauen kann. Klar ist aber auch: Der Freistaat alleine kann nicht alle benötigten Wohnungen in Bayern schaffen oder fördern. Es ist dringend nötig, dass der private Wohnungsbau wieder anspringt. Wir setzen uns deswegen beim Bund unter anderem für verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Steuerentlastungen, Vereinfachung der KfW-Programme und Überprüfung der Standards ein.“

Presse-Statement VdW Bayern

Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen schätzt, dass aktuell in Bayern rund 200.000 bezahlbare Wohnungen fehlen. Diese Lücke lässt sich nach Angaben des Verbandes nicht ausschließlich mit geförderten Wohnungen füllen. “Wir brauchen wieder alle drei Säulen am Wohnungsmarkt”, sagt Verbandsdirektor Hans Maier. Die Wohnraumförderung sei zwar mit Rekordmitteln ausgestattet, könne aber den Neubau nicht alleine stemmen. Auch der freifinanzierte Mietwohnungsbau und der Eigentumssektor müssen wieder funktionieren. Nur so kann der angespannte Wohnungsmarkt entlastet werden. Der Verbandsdirektor setzt dabei auf günstigere Baukosten durch den Abbau von übermäßigen Bauanforderungen sowie auf steuerliche Vergünstigungen, um den privaten Wohnungsbau wieder attraktiver zu machen.

Die 506 Verbandsmitglieder haben einen Bestand von 553.000 Wohnungen – davon sind 107.000 öffentlich gefördert. Auch nach dem Auslaufen der Sozialbindung bleiben diese Wohnungen im Bestand und werden sozial orientiert vermietet.