Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Februar 2026 bei 1,9 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2026 steigt der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent.
Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,6 Prozent und liegt damit weiterhin über der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat Januar 2026 steigt die Kerninflation um 0,3 Prozent.
Nahrungsmittel: Hohe Preissteigerungen bei Fleisch und Fleischwaren; Butter, Quark, Speisefette und Speiseöle sowie Olivenöl werden deutlich günstiger
Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Februar 2026 die Preise für Nahrungsmittel um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2026 sinken die Preise um 0,2 Prozent. Fleisch und Fleischwaren (+4,8 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer. Ebenso steigen die Preise im Vorjahresvergleich für Kaffee und Ähnliches (+15,5 Prozent), Brot und Brötchen (+3,1 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,0 Prozent). Obst (+3,2 Prozent) wird gegenüber dem Vorjahr ebenfalls teurer, Gemüse hingegen um 0,4 Prozent günstiger. Wie schon in den Vormonaten sinken dagegen die Verbraucherpreise für Butter (-34,9 Prozent), Quark (-23,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle (-19,2 Prozent) sowie Olivenöl (-10,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr spürbar. Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahresmonat zum Teil stark gestiegen waren.
Heizöl, Strom und Erdgas im Vorjahresvergleich billiger; Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden seit mehreren Monaten teurer
Die Preise für Energie liegen im Februar 2026 um 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Strom (-6,0 Prozent) und Erdgas (-3,8 Prozent) können im Vorjahresvergleich deutlich günstiger bezogen werden. Der Preis für Heizöl sinkt ebenfalls spürbar um 5,3 Prozent gegenüber Februar 2025. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden dagegen deutlich teurer (+15,3 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe ist im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken (-1,1 Prozent).
Wohnungsmieten – Preissteigerungen über der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Februar 2026 um 2,5 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit über dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.
