Wie die Expertinnen und Experten für die Bauleistungspreise im Bayerischen Landesamt für Statistik mitteilen, steigt der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden im August 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent. Gegenüber der Erhebung im Mai 2025 legen die Baupreise um 0,2 Prozent zu. Für Rohbauarbeiten ermitteln die Statistikerinnen und Statistiker 1,7 Prozent höhere Preise als noch im Vorjahresmonat. Bei den Ausbauarbeiten verzeichnen sie einen Preisanstieg von 2,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Seit 2021, dem aktuellen Basisjahr der Statistik der Bauleistungspreise, sind die Rohbauarbeiten um 20,9 Prozent und die Ausbauarbeiten sogar um 35,8 Prozent gestiegen.
Preisentwicklung beim Wohnbau
Im Jahresvergleich sind im August 2025 die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern um durchschnittlich 2,3 Prozent gestiegen. Im Mai 2025 hatte die Preissteigerungsrate binnen Jahresfrist 2,7 Prozent betragen. Nach der sehr dynamischen Preisentwicklung, die seit Mitte 2022 mit Preissprüngen von über 17 Prozent zu beobachten war, stabilisierten sich die Preise seit 2024 auf vergleichsweise hohem Niveau.
Im Bereich der Rohbauarbeiten erhöhen sich die Preise im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 1,7 Prozent. Den stärksten Anstieg beobachten die Expertinnen und Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik bei Dachdeckungsarbeiten (+4,0 Prozent). Bei den Abdichtungsarbeiten wird sogar ein geringfügiger Preisrückgang (-0,1 Prozent) verzeichnet. Innerhalb der letzten vier Jahre sind die Preise für Rohbauarbeiten um mehr als ein Fünftel (+20,9 Prozent) gestiegen.
Bei den Ausbauarbeiten liegen die Preise im August 2025 um 2,8 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten. Die höchste Preissteigerung (+7,4 Prozent) gibt es bei den Verglasungsarbeiten. Ein deutlicher Preisrückgang ist erneut bei den Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Förderanlagen (-3,3 Prozent) sowie bei den Betonwerksteinarbeiten (-1,4 Prozent) und bei Naturwerksteinarbeiten (-2,6 Prozent) zu beobachten. Seit August 2021 sind die Preise für Ausbauarbeiten um 35,8 Prozent gestiegen.
