Die Wanderungsbilanz Bayerns wies im Jahr 2024 einen Überschuss in Höhe von 77.384 Personen auf. Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik ergab sich der Saldo aus insgesamt 416.582 Zuzügen und 339.198 Fortzügen über die Grenzen des Freistaats.
Aus dem Ausland zogen im abgelaufenen Berichtsjahr 298.332 Personen nach Bayern, aus dem restlichen Bundesgebiet 118.250 Personen. Von den Fortziehenden verließen 230.488 Personen den Freistaat in Richtung Ausland, während 108.710 ins restliche Bundesgebiet zogen. Gegenüber dem Ausland erzielte Bayern im Jahr 2024 somit einen Wanderungsgewinn in Höhe von 67.844 Personen, gegenüber dem restlichen Bundesgebiet in Höhe von 9.540 Personen. Insgesamt lag der Wanderungsgewinn im Jahr 2024 mit 77.384 Personen circa 21.700 Personen unter dem des Vorjahres, als 99.124 Personen (Ausland: 92.740, restliches Bundesgebiet: 6.384) mehr zu- als fortgezogen sind. Im Vergleich zum letzten Jahr vor dem Ukraine-Krieg (2021) hat sich der Saldo von 52.772 auf 77.384 Personen erhöht.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen fast 54 Prozent des Wanderungsüberschusses gegenüber dem Ausland auf Personen mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit (36.404) und ca. 27 Prozent auf Personen mit einer europäischen Staatsangehörigkeit (18.627). Zu dem hohen Wanderungsüberschuss aus Europa hat insbesondere die weiterhin verstärkte Zuwanderung von ukrainischen Staatsangehörigen (20.460) aufgrund des anhaltenden Ukraine-Krieges geführt. Dreizehn Prozent des positiven Wanderungssaldos mit dem Ausland sind auf Personen mit einer afrikanischen Staatsangehörigkeit (9.046) zurückzuführen. Knapp fünf Prozent des Wanderungsgewinns gegenüber dem Ausland wurde durch Personen mit einer nord- oder südamerikanischen Staatsangehörigkeit (3.291) erzielt.
Betrachtet man einzelne Staatsangehörigkeiten, so gab es im Jahr 2024 die höchsten positiven Auslandswanderungssalden bei Personen aus der Ukraine (20 460), gefolgt von Personen aus Syrien (10 914), Indien (7 353), Afghanistan (5 558), dem Kosovo (5 062) der Türkei (3 691) sowie Staatsangehörigen aus Bosnien und Herzegowina (3 227), Vietnam (2 361) und Serbien (2 048).
Innerhalb Bayerns kam es im Jahr 2024 zu 570 244 übergemeindlichen Wanderungsbewegungen, was im Vergleich zum Vorjahr (2023: 609 280) ein Minus von
39 036 innerbayerischen Umzügen darstellt.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter berichtet, konnten auf Regierungsbezirksebene im Jahr 2024 alle Regierungsbezirke ein deutliches Wanderungsplus verbuchen (Oberbayern: 33 019, Niederbayern: 7 278, Oberpfalz: 6 799, Oberfranken: 3 866, Mittelfranken: 8 343, Unterfranken: 7 354, Schwaben: 10 725).
