Die Wohnungswirtschaft BayernVdW Bayern

Kündigungsschutz für Mieter und Insolvenzschutz für Vermieter: Bayerische Wohnungswirtschaft fordert Entlastung durch Fonds

München (23.03.2020) – Die bayerische Wohnungswirtschaft steht für gutes und sicheres Wohnen. Nun fürchten die Unternehmen um ihre eigene Sicherheit. Durch den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zum Kündigungsschutz für Mieter sehen sie ihre Liquidität bedroht. „Flankierend zu diesem Gesetz brauchen wir drin-gend einen „Sicher-Wohnen-Fonds“, sagt Verbandsdirektor Hans Maier. Dieser Solidaritätsfonds wird gemeinsam von Wohnungs-wirtschaft und Deutschem Mieterbund gefordert.

Ein aktueller Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums sieht vor, dass Mietern, die wegen der Coronakrise zwischen April und September 2020 ihre Miete nicht mehr bezahlen können, nicht gekündigt werden darf. „Ei-gentlich ein gutes Vorhaben“, findet der Verbandschef. Aber der Gesetzgeber müsse an beide Seiten denken und den Vermietern über einen Fonds die entgangenen Einnahmen ausgleichen.

„Unsere Mitgliedsunternehmen haben in den letzten Jahren massiv in den Wohnungsneubau und die energetische Sanierung investiert und dafür hohe Verbindlichkeiten bei den Banken aufgenommen“, erklärt Maier. Es sei daher absolut dringend, den Wohnungsunternehmen die nötige Liquidität zu erhalten. Dieser Schritt müsse bis zur geplanten Verabschiedung des Gesetzes am 25.03.2020 unbedingt in die Wege geleitet werden.

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Im VdW Bayern sind 482 sozial orientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 340 Wohnungsgenossenschaften und 94 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 525.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.