Die WohnungswirtschaftBayern

VdW Bayern: Wohnen muss bezahlbar sein

Das Wohnen und Bauen der Zukunft sind die zentralen Themen der Fachtagung „VdW im Dialog“ des VdW Bayern in Reit im Winkl. „Die Wohnungswirtschaft befindet sich im Spannungsfeld zwischen dem Ziel, preisgünstige Wohnungen zu bauen und den Anforderungen Flächensparen, Klimaschutz und steigende Baukosten“, sagte Verbandsdirektor Hans Maier bei einer Podiumsdiskussion vor rund 550 Teilnehmern aus Wohnungswirtschaft, Politik und Wissenschaft. Der Branche müsse es gelingen, diese Herausforderungen in Einklang zu bringen.

Die 480 Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern besitzen rund 525.000 Wohnungen mit einer Durchschnittsmiete von 6,18 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Verbandsdirektor Maier betonte in seinem Vortrag, dass es in Bayern zu wenige bezahlbare Wohnungen gibt. Die prognostizierte Zuwanderung werde die Nachfrage noch verschärfen.

Bei einer Gesprächsrunde mit dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Horst Arnold, der baupolitischen Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ursula Sowa und Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbands, wurde über die zukünftigen Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau in Bayern diskutiert.

Verbandsdirektor Maier ging auf die Herausforderungen Flächensparen, klimaneutrales Bauen und die steigenden Baukosten ein. Sein Fazit: Der Mangel an preisgünstigem Wohnraum muss durch mehr Neubau behoben werden. Dabei dürfen die Anforderungen an das Wohnen nicht zu weiteren Belastungen für die Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen führen. „Wachsende Anforderungen bedeuten steigende Kosten. Gesamtgesellschaftlich muss diskutiert werden, wer welchen Teil der Rechnung bezahlen soll. In Frage kommen nur Vermieter, Mieter oder der Staat “, sagte Maier.

Um den Unternehmen auch weiterhin Handlungsspielräume für ihre gesellschaftlich wichtige Aufgabe zu ermöglichen, müssen die Rahmenbedingungen passen. Der Verbandsdirektor forderte den Zugang zu bezahlbarem Bauland, mehr Einsatz für einen Stopp der Baukostensteigerungen, eine Verstetigung der Wohnraumförderung auf hohem Niveau und einen Klimazuschuss für den Wohnungsbau.