Die WohnungswirtschaftBayern

Kommunale Wohnungsunternehmen als Antwort auf den Wohnungsmangel

Zahl der Neugründungen in Bayern steigt

München (23.07.2019) – Bezahlbare Wohnungen sind derzeit in vielen Ballungszentren Mangelware. Kommunen wie Augsburg, München und Nürnberg haben deshalb ehrgeizige Wohnungsbauprogramme aufgelegt und lassen durch ihre städtischen Wohnungsbaugesellschaften tausende Wohnungen errichten. Eine weitere Entwicklung ist die wachsende Zahl von Neugründungen kommunaler Wohnungsunternehmen.

In Bayern gibt es 94 kommunale Wohnungsunternehmen mit einem Wohnungsbestand von 201.000 Wohnungen. Beim Forum kommunale Wohnungsunternehmen in Hohenkammer berichtet VdW Bayern-Verbandsdirektor Hans Maier von einem neuen Trend. Kommunen gründen verstärkt kommunale Wohnungsbaugesellschaften, um den Wohnungsmangel vor Ort zu beseitigen. In den letzten drei Jahren gab es fünf Neugründungen in Bayern. Darunter auch zwei interkommunale Wohnungsunternehmen: die GEWOLand GmbH und die DIWOG Donau-Iller-Wohnungsgesellschaft.
Auch für 2019 zeichnen sich schon einige Gründungen ab. Die Kommunen nehmen selbst das Ruder in die Hand und wollen günstigen Wohnraum schaffen “, erklärt Maier. Denn kommunale Wohnungsunternehmen haben einen wesentlichen Satzungszweck: Die Daseinsvorsorge. „Dieses Ziel wird durch eine sozial stabile Wohnungsversorgung der Bevölkerung erreicht“, sagt der Verbandsdirektor.

Starke Partner der Städte
Neben dem Mietwohnungsbau tragen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften noch mit einer Reihe weiterer Leistungen zu einer positiven Stadtrendite bei. Hierzu zählen die Stadtentwicklung, aktives Sozialmanagement für stabile Wohnquartiere und die Übernahme von sozialen Infrastrukturprojekten. „Die Kommunen wissen genau, was sie an ihren Wohnungsbaugesellschaften haben“, ist sich der Verbandsdirektor sicher. „Sie sind starke Partner der Städte.“