Die WohnungswirtschaftBayern

Parlamentarischer Abend mit der BayernSPD-Landtagsfraktion

Von Grundsteuerreform bis Wohnraumförderung

Wohnungswirtschaft nach der Landtagswahl. Mit der Bayern-SPD Landtagsfraktion startete der VdW Bayern am 12. Februar die parlamentarischen Abende für das Jahr 2019. Themenschwerpunkte waren die bayerische Wohnraumförderung, die Grundsteuerreform und das Mietrechtsanpassungsgesetz.

Verbandsdirektor Hans Maier betonte, dass die sozial orientierte Verbandsmitglieder auch 2019 verstärkt in den Wohnungsneubau investieren werden. Bei dem Ziel des Freistaats, bis 2025 insgesamt 500.000 neue Wohnungen zu schaffen, sei ein breiter Mix von Wohnungen nötig. „Um die Wohnraumversorgung der Normalverdiener sicher zu stellen, müssen rund zehn bis 15 Prozent der neuen Wohnungen im Segment bezahlbarer Mietwohnungsbau entstehen“, betonte Maier. Die angespannte Lage an den bayerischen Wohnungsmärkten zeigt sich für den Verbandschef auch an der Zahl der neuen Mitglieder. Seit 2012 wurden 27 Wohnungsgenossenschaften und zehn Wohnungsunternehmen Mitglied beim VdW Bayern.

Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen spricht sich gegenüber den Landtagsabgeordneten bei der Grundsteuerreform für ein praktisch umsetzbares Modell aus. „Die Belastung der Mieter sollte bei der Grundsteuerreform möglichst gering gehalten werden“, fordert der Verbandsdirektor. Das kann aus Sicht der Wohnungswirtschaft nur das Flächenmodell bieten. Maier stellte klar, dass eine Streichung der Grundsteuerumlage aus den Betriebskosten nicht der erhoffte Problemlöser sein werde. „Gerade die sozial orientierten Vermieter müssten diese Mehrbelastung zur Sicherung ihrer Investitionsfähigkeit über die Anpassung der Mieten ausgleichen.“

Angesichts der aktuellen Debatte um weitere Verschärfungen der Mietpreisbremse verdeutlichte Maier, dass vor allem die sozial orientierten Vermieter vor große Herausforderungen durch das Mietrechtsanpassungsgesetz gestellt würden. Als Beispiel nannte er die Kappungsgrenze von zwei Euro pro Quadratmeter bei Mieterhöhungen nach Modernisierungsmaßnahmen bei einer Miethöhe von unter sieben Euro. Diese Regelung sei gut gemeint, treffe aber die Falschen. Denn dadurch würden umfangreichere Modernisierungsmaßnahmen bei vielen Wohnungsunternehmen verhindert. „Der unerwünschte Effekt wird dann oft abwohnen, abreißen und ein Ersatzneubau mit deutlich höherer Miete sein“, prophezeite Maier.