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Nach der Bescherung in die Tonne: Wohin mit dem Verpackungsmüll?

München (13.12.2018) – Die Feiertage sind nicht mehr weit und damit wird es in den Mülltonnen, Müllhäuschen und auch am Wertstoffhof wie jedes Jahr eng. Gerade über die Weihnachtsfeiertage steigt das Müllaufkommen enorm an. Doch was darf man eigentlich in den Hausmüll werfen, was muss am Wertstoffhof entsorgt werden und welcher Abfall ist Sondermüll? Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) hat wichtige Regelungen und Gerichtsurteile zusammengestellt.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Thema Müll zwischen recycelbaren Abfällen, Restmüll und Sondermüll. Alles was nicht recycelt werden kann, kommt in den Restmüll beziehungsweise Hausmüll. Zum sogenannten Hausmüll zählen zum Beispiel nicht recyclebares Verpackungsmaterial, abgebrannte Christbaumkerzen und kaputte Christbaumkugeln.

Zu den recycelfähigen Abfällen zählen Umverpackungen und alle Abfälle die mit dem Grünen Punkt gekennzeichnet sind genauso wie Papier, Altglas und biologische Abfälle. In vielen Wohnanlagen sind die blauen Papiertonnen schon kurz nach Weihnachten vollkommen überfüllt. Pappkartons können dann auch bei den Wertstoffhöfen kostenlos abgegeben werden.

Wer zu Weihnachten einen neuen Fernseher, Skier oder Möbel bekommen hat, sollte die alten Sachen, falls nicht mehr verwendbar, auf dem Wertstoffhof entsorgen. Dorthin gehören auch alle schadstoffhaltigen Produkte, wie beispielsweise Batterien, Energiesparlampen und Elektrogeräte.

O Tannenbaum wohin mit dir?
Spätestens nach dem Feiertag Heilige Drei Könige am 6. Januar wird es Zeit, sich von seinem Christbaum zu trennen. Keine gute Idee ist es, den Baum heimlich im Wald oder Park abzuladen. Für das illegale Entsorgen fallen in den meisten Bundesländern Bußgelder an. Auch im Sperrmüll hat das unbehandelte Holz nichts verloren. Die meisten Kommunen bieten die Weihnachtsbaumentsorgung als städtischen Service an. Nähere Informationen gibt es auf den städtischen Internetseiten. Vor der Abgabe sollte der Baumschmuck unbedingt entfernt werden. Für Tierfreunde kommt auch eine Baumspende an den örtlichen Wild- oder Tierpark in Frage. In diesem Fall sollte der Bedarf vorher geklärt werden.

Müll gehört nicht vor die Haustür
Der Vermieter muss dafür sorgen, dass ausreichend Müllbehälter zur Verfügung stehen. Das Amtsgericht Potsdam entschied (Aktenzeichen: 26 C 406/94), dass Mieter es nicht hinnehmen müssen, wenn Mülltonnen nach der Leerung regelmäßig schnell wieder bis obenhin voll sind. Es ist in diesem Fall nicht zumutbar, dass die Hausbewohner den Müll in der Wohnung lagern. Strikt untersagt ist allerdings, den Abfall bei einer vollen Mülltonne einfach vor die Wohnungstür zu stellen. Dann riskiert der Mieter eine Abmahnung vom Vermieter und in schweren Fällen sogar eine Ordnungsstrafe (Aktenzeichen: OLG Düsseldorf 3 Wx 88/96).

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