Die Wohnungswirtschaft BayernVdW Bayern

Pressemitteilung: Zahl der Wohnungsgenossenschaften steigt

München (20.01.2016) – In Bayern werden wieder mehr Wohnungsgenossenschaften gegründet. In den letzten drei Jahren wurden zehn neue Genossenschaften Mitglied beim Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern). Allein 2015 kamen fünf Genossenschaften hinzu und für das Jahr 2016 sind weitere Gründungen geplant. „Die Renaissance der dritten Wohnform zwischen Miete und Eigentum ist den angespannten Wohnungsmärkten der Ballungszentren geschuldet“, sagt Xaver Kroner, Direktor des VdW Bayern.

In München wird die Gründung von Genossenschaften besonders gefördert. Die Landeshauptstadt vergibt bis zu 40 Prozent der städtischen Grundstücke an Wohnungsgenossenschaften und Baugemeinschaften. Außerdem gibt es Pilotprojekte zum Konzeptionellen Mietwohnungsbau bei denen die Grundstücke nach dem besten Konzept zum aktuellen Verkehrswert und nicht nach dem Höchstpreisverfahren vergeben werden. „Der Münchner Weg ist besonders erfolgreich“, bestätigt Kroner. Vier von fünf Neugründungen des Jahres 2015 kommen aus München. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen unterstützt die Neugründungen durch eine kostenlose Erstberatung von Gründungsinitiativen und pauschalierte Kosten für die ersten Prüfungen.

Im Bundesvergleich schneidet Bayern bei den Neugründungen besonders gut ab. Von den 35 Wohnungsgenossenschaften, die seit 2006 gegründet wurden, kommen 14 aus dem Freistaat.

Genossenschaften: Lebenslanges Wohnrecht bei moderaten Mieten

Rund 250.000 Bayern besitzen Anteile an den 336 Wohnungsgenossenschaften im Freistaat. Die Genossenschaften arbeiten nicht profitorientiert, sondern verfolgen einen klar definierten Förderzweck. Das heißt konkret: bezahlbare Mieten trotz Investitionen in Neubau und Modernisierung. Die Genossenschaftsmitglieder sind „Mieter im eigenen Haus“ und besitzen ein lebenslanges Wohnrecht.

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