Die Wohnungswirtschaft BayernVdW Bayern

Wohnungsbau: Wohnungswirtschaft fordert Taten statt Worte

München (18.11.2015) – Die bayerische Wohnungswirtschaft fordert angesichts des angespannten Wohnungsmarkts pragmatische Lösungen für bezahlbaren Wohnungsbau. Die Politik hat inzwischen erkannt, dass das Bauen künftig schneller und kostengünstiger werden soll. „Bisher ist aber nichts konkretes geschehen, um den Wohnungsbau schneller oder bezahlbarer zu machen“, sagt Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern. Im Gegenteil, nicht einmal zum befristeten Aussetzen der für 2016 anstehenden erneuten Verschärfung der Energieeinsparverordnung hat sich die Politik durchringen können. Dies sei bisher nur für Gemeinschaftsunterkünfte geschehen.

Der Freistaat Bayern hat mit dem Wohnungspakt Bayern und der Ankündigung, die Wohnraumförderung ab 2016 kontinuierlich zu erhöhen ein starkes Signal gesetzt, so Kroner. Aber dieses wird nicht ausreichen. Denn das Problem seien weiter die viel zu hohen Baukosten. Gerade in diesem Bereich vermissen die bayerischen Wohnungsunternehmen Fortschritte. Einer Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen zufolge sind die Kosten für den Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland seit 2000 um 36 Prozent gestiegen. Durch die Verschärfung der EnEV und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes wird das Bauen ab 1.1.2016 noch einmal teurer.

Darüber hinaus müssten die Bauleitplanungen und Baugenehmigungsverfahren deutlich beschleunigt werden. Um bestehende Hemmnisse für die Nachverdichtung und Aufstockung von Wohngebäuden zu beseitigen, sollten die Baunutzungsverordnungen überarbeitet werden. „Die Potentiale zur Nachverdichtung im Bestand könnten noch viel besser genutzt werden“, fasst der Verbandsdirektor zusammen.

 

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