Die WohnungswirtschaftBayern

Unterbringung von Flüchtlingen: Bayerische Wohnungswirtschaft übernimmt Verantwortung

26.2.2015 – Der vermehrte Zuzug von Flüchtlingen ist ein bedeutendes Thema für die bayerische Wohnungswirtschaft. Beim Forum Soziale Stadtentwicklung des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) am 26. Februar im Hotel Dolce in Unterschleißheim beschäftigten sich Vertreter von Wohnungsunternehmen mit den zentralen Fragen zur Unterbringung von Flüchtlingen. „Wir müssen heute die Weichen dafür stellen, dass uns die Probleme in den kommenden Jahren nicht überrollen“, sagte Verbandsdirektor Xaver Kroner.

Der große Zustrom von Menschen trifft die Wohnungsmärkte in den bayerischen Ballungszentren in einer schwierigen Zeit. Denn in den vergangenen Jahren hat die Nachfrage nach Wohnraum in den größeren Städten bereits stark zugenommen. Schnelle Lösungen sind gefragt. „Vielerorts können sich Politik und Verwaltung jetzt auf die leistungsfähigen Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern verlassen“, hob Verbandsdirektor Kroner hervor und nannte einige Beispiele aus dem Kreis der Verbandsmitglieder. In Regensburg und Würzburg würden die kommunalen Wohnungsunternehmen derzeit stadteigene Gebäude für die Unterbringungen von Flüchtlingen umbauen, die Baugesellschaft München Land bringe Asylbewerber in verschiedenen Wohnanlagen unter und die kirchliche Joseph-Stiftung begleite seit mehreren Monaten den Ankunftsprozess von Flüchtlingen und bestehende Flüchtlingsunterkünfte. Allein bei der Kreis-Wohnungsbau-GmbH (KWG) Passau sind aktuell 110 Personen untergebracht. „Eine vorbildliche Leistung“, meinte Kroner. Gleichwohl sei das Problem damit nicht behoben. „Unterbringung ist das eine, Integration das andere.“

Stefan Schmidbauer der Geschäftsführer der KWG Passau verwies darauf, dass die ständige Betreuung durch soziale Träger und die frühzeitige Einbindung der Kommunalpolitik und der Bürger vor Ort für die Wohnungsunternehmen unerlässlich sind. Britta Schätzel von der Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Rosenheim mbH (GRWS) stellte das Modell „Integration durch Patenschaften“ vor. Das Projekt wurde mit dem Preis Soziale Stadt 2014 ausgezeichnet.

Xaver Kroner sagte die Unterstützung der Wohnungswirtschaft zu. „Unsere Mitgliedsunternehmen werden Verantwortung übernehmen – sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Die Bau- und Grundstückskosten für Unterkünfte und neu geförderte Mietwohnungen müssten verkraftbar sein. Für eine erfolgreiche Integration sei die langfristige soziale Betreuung der Zuwanderer und Flüchtlinge unabdingbar.

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