Wegen der steigenden Anforderungen an Klimaschutzmaßnahmen kommen Wohnwertverbesserungen bei Modernisierungen häufig zu kurz. Diese Meinung vertreten 65 Prozent der Befragten des VdW Bayern Online-TEDs. „Die Politik vergisst leider, dass Wohnungsmodernisierungen mehr als Fassadendämmung, neue Fenster und Heizsysteme bedeuten. Viele Menschen wünschen sich auch Wohnwertverbesserungen wie Balkone, neue Bäder und verbesserte technische Ausstattung“, erklärt Verbandsdirektor Xaver Kroner.
Maßnahmen zum Klimaschutz würden bei Modernisierungen wegen der Vorgaben der Energieeinsparverordnung immer teuerer. Dies gehe zu Lasten von Wohnwertverbesserungen oder des altersgerechten Umbaus. Denn gerade bei den einkommensschwächeren Haushalten sei das Budget für Miete nicht sehr strapazierfähig.
Dabei schöpften die Verbandsmitglieder oft nicht die gesetzlich mögliche Modernisierungsumlage von elf Prozent aus. „Mieterhöhungen von vier bis fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche sind den Mietern der sozial orientierten Wohnungsunternehmen nicht zumutbar und könnten auch nicht bezahlt werden“, rechnet der Verbandschef vor.