Die WohnungswirtschaftBayern

Mehr Wohnungsbau – Bayerische Wohnungswirtschaft wird ihrer Verantwortung gerecht

Verbandstag des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen 2017

München (17.05.2017) – Mehr als 400 Delegierte der bayerischen Wohnungswirtschaft kamen am 17. Mai zum Verbandstag des VdW Bayern nach München. Die 458 Mitgliedsunternehmen des Verbandes haben 2016 rund 1,7 Mrd. Euro, davon 974 Mio. in den Wohnungsneubau, investiert und 2.634 bezahlbare Miet- und Genossenschaftswohnungen (+23%) errichtet. „Für 2017 sind noch höhere Investitionen geplant“, kündigte Verbandsdirektor Xaver Kroner an.

Der starke Zuwachs beim Neubau werde vor allem durch die historisch niedrigen Darlehenszinsen ermöglicht. Damit stiegen aber auch die Verschuldungsgrade der Unternehmen. „Große Veränderungen auf der Einnahmen- und Ausgabeseite dürfen in Zukunft nicht eintreten, um die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmen nicht zu gefährden“, erläuterte Kroner. Deshalb hätte es fatale Folgen, wenn durch zukünftige Gesetzesänderungen die Mieteinnahmen begrenzt oder die Bewirtschaftungskosten weiter erhöht würden.

Bayerische Wohnraumförderung auf historisch niedrigem Stand
„Ausreichend bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen in Bayern ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen, um eine Spaltung und Radikalisierung der Gesellschaft zu verhindern“, sagte der Verbandsvorstand. Vor diesem Hintergrund habe er kein Verständnis für die Kürzung der bayerischen Landesmittel für die Wohnraumförderung auf einen historischen Tiefstand. Der Freistaat hatte die deutliche Erhöhung der Bundesmittel für 2017 zum Anlass genommen, die eigenen Landesmittel zu reduzieren. „Dies Fehlentscheidung muss umgehend durch einen Nachtragshaushalt mit angemessener Erhöhung der Wohnraumfördermittel für 2017/2018 korrigiert werden“, forderte Kroner.

In ihrer Entschließung forderten die Delegierten außerdem eine inhaltlich abgestimmte Wohnungspolitik, die sichere Rahmenbedingungen für Investitionen bietet. Dazu zählen für die Unternehmen eine ausreichende und verlässliche Wohnraumförderung, Maßnahmen zur Aktivierung von bezahlbarem Bauland und keine weiteren wirtschaftlichen Belastungen durch Veränderungen im Mietrecht.

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